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Zusammenhang von Diabetes und Impotenz

Zusammenhang von Diabetes und Impotenz    Pixabay

Diabetes und Impotenz - So hängen sie zusammen!

Immer mehr Menschen erkranken weltweit an Diabetes. Auch Deutschland bleibt nicht verschont. Landesweit sind circa 7,2 Prozent der Erwachsenen betroffen. Tendenz steigend. Ausgehend von Diabetes mellitus können sich unterschiedliche, teils schwerwiegende Folgeerkrankungen ausprägen. Schädigungen von Blutgefäßen und Nerven sind möglich. Ebenso aber auch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Funktionsstörungen der Nieren oder Erblindungen. Oft unterschätzt ist die mit Diabetes in Verbindung stehende Impotenz. Dabei gehört die erektile Dysfunktion zu den häufigsten Folgekrankheiten. Unter Diabetiker-Männern tritt die Impotenz schätzungsweise zwei- bis dreimal häufiger auf, als bei Männern, die nicht an der Zuckerkrankheit leiden. Die meisten Betroffenen scheuen jedoch aus Scham das Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Folglich liegt die Dunkelziffer enorm hoch.

Ursachen einer erektilen Dysfunktion bei Zucker

Die Ursachen für eine zuckerbedingte erektile Dysfunktion sind sehr vielfältig. Oftmals spielen auch unterschiedliche Faktoren gleichzeitig eine entscheidende Rolle. Im Allgemeinen kann die Potenzstörung jedoch den Blutzuckerwerten an sich geschuldet sein. Bei einem langfristigen, zu hohen Blutzuckerspiegel kommt es häufig zu Ablagerungen innerhalb der Gefäße. Durch diese Ablagerungen wird die Durchblutung maßgeblich beeinträchtigt. Ferner haben diverse Ablagerungen Einfluss auf die Empfindlichkeit des Penis.

Nerven und Gefäße werden durch dauerhaft zu hohe Blutzuckerwerte geschädigt. Diabetesbedingter Bluthochdruck führt im Zusammenhang mit erhöhten Blutfettwerten zu einer Gefäßschädigung. Folglich können Erektionsstörungen hervorgerufen werden. Die Zuckerkrankheit führt in aller Regel zu einer Veränderung des Hormonhaushalts. Dadurch kann die Testosteronproduktion des Mannes verringert sein. Fehlt dieses Geschlechtshormon oder ist die produzierte Menge nicht ausreichend, können Potenzprobleme die Folgen sein.

Daneben können diverse Medikamente die Erektionsfähigkeit beeinflussen. Hierzu zählen beispielsweise verschiedene Präparate gegen Bluthochdruck. Ebenso aber auch harntreibende oder entwässernde Medikamente. Mittel gegen Depressionen, Gicht, Rheuma, Herzkrankheiten und Antidiabetika können gleichfalls Sexualstörungen verursachen.

Die Psyche nicht vernachlässigen

Diabetes und Sexualität ist kein einfaches Thema, auch wenn es oftmals totgeschwiegen wird beziehungsweise gar nicht zum üblichen Gesprächsthema zählt. Besonders kompliziert ist in diesem Kontext die Psyche der Betroffenen. Nicht selten spielt sich ein großer Leidensdruck ein, der maßgeblich an einer Sexualstörung beteiligt sein kann. Die Diagnose Diabetes führt häufig zu vielfältigen Sorgen um die eigene Gesundheit. Unsicherheiten bezüglich des Lebensstils und der einzunehmenden Medikamente entwickeln sich.

Ängste vor Folgeerkrankungen sind ebenfalls Begleiter einer Diabetes-Diagnose. Mit der Zuckerkrankheit stellen sich eingeschränkte körperliche Belastbarkeiten ein. In vielen beobachteten Fällen entwickelten Diabetes-Patienten sogar Depressionen oder zumindest einschneidende seelische Verstimmungen. Alle diese Faktoren können sich nachteilig auf die Sexualität und das Lustempfinden auswirken.

Es gibt aber auch die andere Seite. Stellen sich aufgrund von Diabetes Sexualstörungen ein, sind psychische Probleme häufig weitere Folgen. Versagensängste, Beziehungskonflikte und auch Depressionen sind nicht zu unterschätzende Resultate.

Behandlung einer Impotenz bei Diabetes

Für eine effektive Behandlung von Sexualstörungen bei Diabetes ist es zwingend notwendig, einen Arzt aufzusuchen und offen mit diesem über die eigenen Probleme zu sprechen. Dies gilt auch, weil eine Impotenz ebenso anderen Krankheiten geschuldet sein könnte, beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine eingehende Diagnostik ist daher zwingend notwendig.

Ferner ist auch ein Gespräch mit dem eigenen Partner unumgänglich. Nur so können Missverständnisse von vornherein vermieden werden. Gemeinsam mit dem Partner sollte nach geeigneten Lösungen gesucht werden. Die Medizin kennt mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungsansätze, die allesamt sehr erfolgsversprechend sind.

Zu den gegenwärtigen Behandlungsmöglichkeiten zählen unter anderem Potenzmittel wie Viagra, ebenso aber auch Vakuumpumpen oder Hormonersatzbehandlungen. Unter Umständen kann eine psychologische Behandlung beziehungsweise eine ergänzende Therapie angeraten sein. Bedacht werden sollte allerdings, dass alle Behandlungsmöglichkeiten mit Vor- und Nachteilen verbunden sein können.

Diversen Studien zufolge erzielen potenzsteigernde Medikamente gerade einmal bei 60 Prozent aller Betroffenen Erfolge. Ferner sind die jeweiligen Nebenwirkungen und Gegenanzeichen zu berücksichtigen. Ein umfassendes Gespräch mit dem behandelnden Arzt kann hier für mehr Aufschluss sorgen. Im Übrigen genügt in bestimmten Fällen schon die Umstellung der regelmäßig einzunehmenden Medikamente (etwa Blutdrucksenker).

Festzuhalten gilt, dass nicht nur an Diabetes erkrankte Männer, sondern ebenso Frauen von Sexualstörungen betroffen sind. Die Behandlungsmöglichkeiten fallen hier etwas rarer aus. In Betracht kommt neben einer psychologischen Beratung die Hormonbehandlung. Auch in diesem Fall kann eine Umstellung der einzunehmenden Medikamente sinnvoll sein. Ferner können Gleitcremes für Abhilfe sorgen. Da Diabetes-Patientinnen verhältnismäßig oft an Scheiden- und Harnwegsinfektionen leiden, müssen diese unbedingt medikamentös und gründlich behandelt werden. Diese häufig auftretenden Scheideninfektionen hängen meist mit einer schlechten Blutzuckereinstellung zusammen. Wird die Blutzuckereinstellung dagegen verbessert, verbessert sich in der Regel auch die Scheidenschleimhaut.

Sexualstörungen bei Diabetes keine Seltenheit

Abschließend kann gesagt werden, dass Impotenz und Sexualstörungen des Mannes und der Frau bei Diabetes keine Seltenheit sind. Betroffene können sich sicher sein, dass sie nicht allein stehen. Wer bereit ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann in aller Regel auch darauf vertrauen. Effektive Behandlungsmöglichkeiten gibt es mittlerweile zu genüge.

Quellen:

  1. https://www.diabetes-ratgeber.net/Sexualitaet
  2. http://www.impotenz-selbsthilfe.de/ursachen/diabetes.html
  3. https://www.zuckerkrank.de/diabetes-alltag/sexualitaet
  4. https://www.healthexpress.eu/de/impotenz.html#vorbeugen
  5. https://www.gesund-in-ooe.at/fileadmin/media/HUMAN/Artikel/Diabetes_und_Impotenz_bei_Männern_4_2009.pdf

Weitere Informationen:
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