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Entspannt skaten: Vorab bedarf es einiger Übung

Entspannt skaten: Vorab bedarf es einiger ÜbungGreen Vital Media GmbH

Erstellt am 1. August 2016

Verena Manhart

von Verena Manhart

Redakteurin
Schwerpunkt: Bewegung, Trendsports

Rollen, fallen, bremsen: Inlineskaten richtig lernen

Überall sieht man bei schönem Wetter Menschen auf schnellen Rollen durch die Gegend düsen. Doch bevor man sich auf den Inlineskates elegant und zügig fortbewegen kann, müssen die Grundtechniken erlernt werden.

Es sieht so einfach aus und doch hat auch der professionellste Inlineskater ganz unten angefangen: beim Fallen. Wer das richtig beherrscht, hat gute Voraussetzungen, angstfrei und zügig Spaß an der rollenden Fortbewegung zu finden. Wir haben uns das Training mit den Inlineskates mal genauer angeschaut.

Sicherheit steht an erster Stelle

Bevor Sie sich die Rollen unter die Füße schnallen, müssen Sie die richtige Schutzkleidung anlegen. Denn zur kompletten Ausrüstung gehören neben den Skates ein Helm sowie Schützer für die Handgelenke, Ellenbogen und Knie. Diese Protektoren beschützen Sie vor Verletzungen bei Stürzen. Und stürzen werden Sie, soviel ist sicher. Aber dazu später.

Schritt 1: Die richtigen Skates finden

Der ideale Schuh sollte bequem sitzen und Ihnen stabilen Halt bieten. Die meisten Skates haben heutzutage ein Schnürsystem für den richtigen Sitz und eine stützende Schnalle aus Hartplastik für einen sicheren Halt. Bei den Rollen gilt: Je größer, desto schneller können Sie damit unterwegs sein. Kleinere Rollen sind allerdings wendiger und der Skate damit besser zu beschleunigen. Entscheidend ist auch die Härte der Rollen. Weiche Rollen haben einen besseren Halt auf der Straße und sind besser gedämpft. Gemessen wird die Härte in Durometer, die als Einheit A abgekürzt wird. Die Skala reicht von sehr weichen 74 A bis zu sehr harten 100 A. Gebremst wird beim Inlineskaten in der Regel mit einen Stopper an der Ferse. Lassen Sie sich beim Kauf ausführlich beraten, damit Sie den für Sie individuell besten Schuh finden.

Schritt 2: Fallen üben

Das Wichtigste und zugleich Schwierigste beim Inlineskaten ist das Bremsen. Bevor Sie das Bremsen lernen, sollten Sie jedoch zunächst das korrekte Fallen üben. Wichtig ist dabei, immer nach vorne zu fallen, niemals nach hinten. Üben Sie das Fallen erst ohne die Skates: Legen Sie die Schutzausrüstung an und lassen Sie sich - zunächst auf weichem Untergrund wie einer Matte oder Teppich, später auf Asphalt - auf die Knieschoner fallen und fangen Sie den Sturz zusätzlich mit Ellenbogen- und Handgelenkschützern ab.

Schritt 3: Bremstechniken lernen

Nach dem Fallen und vor dem Fahren müssen Sie bremsen lernen. Hierbei gibt es verschiedene Techniken, die Sie alle austesten und vergleichen sollten. Beim "Heel Stopp" bremsen Sie mit dem Stopper an der Ferse. Bringen Sie dazu Ihre Beine in eine Scherenposition, gehen ein wenig in die Knie und neigen den Oberkörper leicht nach vorn. Dann schieben Sie den Skate mit dem Stopper vor und heben die vorderen Rollen an. Wenn Sie das Knie durchdrücken, verstärkt sich die Bremswirkung. Bei Variante zwei - dem "T-Stopp" - sind Ihre Beine zunächst parallel. Zum Bremsen verlagern Sie Ihr Gewicht auf ein Bein (im Laufe des Trainings finden Sie heraus, welches Ihr Standbein ist), den anderen Skate heben Sie leicht an, drehen ihn um 90 Grad nach hinten und setzen ihn hinter dem Standbein auf dem Boden ab. Dabei lassen Sie das Gewicht jedoch auf dem vorderen Bein, dessen Knie Sie leicht beugen. Wenn Sie nun Ihr Gewicht gleichmäßig auf die Innenkante des hinteren Skates verlagern, kommen Sie zum Stehen. Diese Bremstechnik kann sich für ungeübte Fahrer als etwas schwierig herausstellen. Eine weitere Technik zum Bremsen ist der Rasen-Stopp: Hier fahren Sie auf Rasen, beugen leicht die Knie und bringen die Füße in eine Scherenposition. Dann beginnen Sie, breitbeinig zu laufen und sich so zu verlangsamen, bis Sie zum Stillstand kommen.

Die positiven Wirkungen von Inlineskating

Im Vergleich zum Joggen ist das Inlineskaten die Gelenke schonendere Ausdauersportart. Das Sprunggelenk wird nicht belastet und auch der Druck auf die Gelenkknorpel ist geringer. Wenn Sie sich regelmäßig Skates unter die Füße schnallen, tun Sie Ihrem Körper in vielerlei Hinsicht Gutes: Ihr Herzmuskel wird besser durchblutet und Sie erhöhen die Sauerstoffaufnahmefähigkeit, der Blutfettspiegel wird gesenkt, ebenso die Ausschüttung von Stresshormonen und Sie verringern Ihr Thromboserisiko. Regelmäßiges Skaten beugt zudem Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und minimiert die Risiken, an Bluthochdruck oder Diabetes zu erkranken. Zudem stärken Sie Ihr Immunsystem, Ihre Leistungsfähigkeit im Alltag und Ihr körperliches Wohlbefinden.

FAZIT: Inlineskating zählt zu den beliebtesten Freizeitsportarten. Neben Abwandlungen wie Inline-Hockey und Speed Skating ist das sogenannte alltagstaugliche Fitness-Skating am populärsten. Wenn auch Sie Spaß an der Trendsportart entwickeln, die bereits 1760 erstmals von dem Belgier John Josef Merlin erfunden wurde, der als Erster Metallräder unter Schlittschuhe schraubte, wird sich Ihr Körper über die ausdauernde Bewegung freuen. Und auch Ihrer Psyche wird es gut tun, denn beim Skaten lassen sich Stress und Anspannung herrlich wegrollen und durch den bewussten Körpereinsatz steigt langfristig auch Ihr Selbstbewusstsein.

Weitere Informationen:

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