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Venengymnastik: Krampfadern den Kampf ansagen

Venengymnastik: Krampfadern den Kampf ansagen    iStockphoto.com/Debstreasures

Erstellt am 28. Januar 2011

Sandra Cammann

von Sandra Cammann

Diplom-Sportwissenschaftlerin und Journalistin
Schwerpunkt: Bewegung, Yoga, Kinder

Venengymnastik: Übungen für gesunde Beine

Täglich werden rund 7.000 Liter Blut von den Venen zum Herzen gepumpt – gegen die Schwerkraft mit Hilfe von Muskelkraft aus den Beinen. Mit Venengymnastik lässt sich dieser Vorgang beschleunigen.

Pausenlos braucht das Blut Luft. Nur mit Sauerstoff kann es das umliegende Gewebe und die Muskulatur ausreichend versorgen. Sauerstoffarmes Blut strömt zum Herzen zurück und wird dort erneut mit dem lebensnotwendigen Stoff angereichert. Die Waden- und Oberschenkelmuskulatur unterstützen das Herz in seiner ständigen Arbeit. Das heißt: Wer seine Beinmuskeln auf Trab bringt, unterstützt dadurch den natürlichen Pump-Mechanismus und beugt Venenerkrankungen vor.

Müde Beine auf langen Reisen

Besonders auf Urlaubsreisen können einem schwache Venen zu schaffen machen. Ob im Bus oder im Flugzeug: Langes Sitzen bereitet müde und schmerzende Beine – das kennen nicht nur ältere Menschen. Auch in jungen Jahren kann dies auf die Stimmung schlagen.

Schnelle Hilfe vom Körper

Das Müdigkeitsgefühl in den Beinen entsteht durch einen erschwerten Blutrückfluss in den Venen. Um ihm auf die Sprünge zu helfen, empfiehlt sich, die Wadenmuskulatur zu aktivieren, so dass das Blut wie bei einer Pumpe nach oben befördert wird. Das geht zum Beispiel durchs Dehnen der Wade. Dabei ist die Vorderseite des Unterschenkels aktiv.
Es entsteht ein Massageeffekt, der den Rückfluss des Blutes passiv unterstützt.

Bewegter Alltag

„Viel gehen, wenig stehen!“ heißt die Grundformel für den Alltag. Wer diesen Grundsatz beherzigt und jeden Tag zehn  Minuten Venengymnastik betreibt, kann sich über elastische Venen und gut schließende Venenklappen freuen. Bereits ein paar leichte Übungen reichen aus, die Venenproblemen vorbeugen.

Venengymnastik – so geht‘s

Aktivieren Sie Ihre Wadenmuskulatur durch den Zehenstand: Sie stehen mit leicht gebeugten Knien auf beiden Füßen, strecken sich auf die Zehenspitzen und wieder zurück auf den ganzen Fuß. Wiederholen sie das zehn- bis zwanzigmal. Diese Übung können Sie auch im Sitzen ausführen.

Dehnen Sie Ihre Wadenmuskulatur auf einer Stufe oder einem Treppenabsatz: Sie stehen mit Zehen und Fußballen auf einer Stufe oder einem Absatz. Halten Sie sich gut fest. Dehnen Sie Ihre Waden, indem Sie die Fersen vorsichtig nach unten schieben. Drücken Sie danach die Fersen nach oben, so dass Sie auf den Zehenspitzen stehen. Wiederholen sie auch diese Übung zehn- bis zwanzigmal.

Setzen Sie sich auf eine Stuhlkante, halten Sie sich mit den Händen hinter dem Rücken fest: Stoßen Sie die Beine mit den Zehen vom Boden ab, halten Sie die Beine einen Moment lang in der Luft und setzen sie langsam wieder ab. Zehn Wiederholungen.

Last but not least: Stellen Sie im Sitzen ein Bein auf den Boden, heben sie das andere an und umfassen Sie das Fußgelenk. Streichen Sie nun mit leichtem Druck vom Gelenk zum Oberschenkel und führen Sie diese leichte Massage ein paar Minuten durch. Danach wechseln Sie das Bein.

Weitere Informationen:

Weitere Übungen finden Sie in dem Buch von Heike Höfler und Jörg Mair: „Das tut den Venen gut” (Blv Buchverlag, 12,99 Euro).

Dieses Buch ist bei Amazon.de erhältlich.

Mehr Informationen zum Thema Venengymnastik finden Sie beim Verein Initiative Venengesundheit:

www.venengesundheit.at

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