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Stepperbike-Team: Timo Herrmann und Göran Packwitz (von links nach rechts)

Stepperbike-Team: Timo Herrmann und Göran Packwitz (von links nach rechts)3G Bikes

Erstellt am 3. April 2011

Verena Manhart

von Verena Manhart

Redakteurin
Schwerpunkt: Bewegung, Trendsports

Stepperbike: Fitness unter freiem Himmel

Gut aussehen, fit werden und Spaß haben - Das alles verspricht das neue Trendfitnessgerät Stepperbike. Die Idee, den Antrieb eines Steppers auf ein Fahrrad zu übertragen, kommt von Gary Silva, Gründer der US-amerikanischen Firma 3G Bikes und legendärer Designer von Chopper- und Cruiserbikes. Zwei fitnessbegeisterte Jungs verbreiten den Trend jetzt auch bei uns.

Die Nordholzer Fitnessfans Göran Packwitz (31) und Timo Herrmann (26) haben das Stepperbike nach Europa geholt und vertreiben die Räder als Europaimporteur exklusiv seit 2009. Wir sprachen mit 3G Bikes Germany-Geschäftsführer Göran Packwitz über Sinn, Style und Sattellosigkeit des neuen Trendrads.

MEINE VITALITÄT: Herr Packwitz, ein Hybrid aus Stepper und Fahrrad - hat darauf die Welt gewartet?

GÖRAN PACKWITZ: Es sieht ganz so aus. Wir haben bisher ausschließlich sehr positive Resonanz auf die Bikes bekommen. Privatleute und Händler sind dabei genauso begeistert wie Fitnessstudios und Reiseveranstalter, die mit den Bikes Touren anbieten, und Physiotherapeuten, die Stepperbikes zur Rehabilitation und Prävention einsetzen. Das Stepperbike kommt ja eigentlich aus den USA, wird aber mittlerweile auch in Japan vertrieben und findet vor allem bei uns in Europa immer mehr Anhänger. Wir haben sogar schon Bikes nach Israel und Kuwait geliefert. Es scheint sich international langsam herumzusprechen.

Stepperbike oder Fitnessstudio?

Beides! Ich persönlich trainiere gerne im Fitnessstudio, aber auf dem Laufband oder Stepper muss ich mich doch ganz schön zusammenreißen, um nicht ständig auf die Uhr zu gucken. Jetzt mache ich es so: Mit dem Stepperbike ins Studio, dort gezielt trainieren, dann mit dem Stepperbike zurück. So macht es mir viel mehr Spaß...

...weil?

Weil ich auf dem Bike gar nicht merke, wie die Zeit verfliegt und ich außerdem mehr trainiere als auf dem statischen Stepper. Auf dem Bike bin ich in Bewegung und muss permanent das Gleichgewicht halten. Das trainiert zusätzlich die Koordination. Außerdem sehen die Stepperbikes echt gut aus!

Stepperbiken - für wen ist das was?

Für alle, die auch gern Fahrrad fahren. Die Bewegung ist zwar eine andere - beim Fahrrad sind die Beine in einer Kurbelbewegung tätig, beim Stepperbike tritt man auf und ab - aber daran gewöhnt man sich ganz schnell. Kids lieben unsere Bikes, auf den Messen stehen sie Schlange, um mit dem Kindermodell eine Runde zu drehen. Ich kann das gut verstehen: Es ist knallgelb und hat einen coolen BMX-Lenker. Damit ist jedes Kind der King der Straße. Aber auch für ältere Leute sind die Bikes ideal - unser ältester Kunde ist 78 Jahre alt. Ein großer Vorteil im Gegensatz zum gewöhnlichen Rad ist die gelenkschonende Bewegung, denn wirklich beugen muss man die Knie auf dem Stepperbike nicht. Zudem federn die 3,5 Zoll-dicken Ballonreifen Stöße ab, das Fahren ist ganz sanft. Wir haben einen Kunden, der 15 Jahre lang kein Fahrrad fahren konnte, weil er sich bei einem schweren Motorradunfall die Knie verletzt hat. Mit dem Stepperbike kann er schmerzfrei fahren, weil er die Knie dabei kaum belastet. Er hat uns gleich zwei Bikes abgekauft, falls es sie irgendwann nicht mehr gibt.

Gutes Stichwort: Wie wird das Stepperbike denn angenommen?

Unsere Verkaufszahlen sind steigend. Letztes Jahr haben wir etwa 2.500 Stück verkauft, dieses Jahr rechnen wir mit der Verdopplung unserer Verkaufszahlen. Um die Aufmerksamkeit zu erhöhen, sind wir auf vielen Messen vertreten. Zum Beispiel auf der FIBO in Essen, der Bike Expo in München und der Eurobike in Friedrichshafen. Außerdem rechnen wir mit einem starken Anstieg an Verkaufsstellen innerhalb Deutschlands. Dann haben Interessenten auch mehr Anlaufstellen zum Probe fahren.

Mal ehrlich, vermissen Sie nicht ab und zu einen Sattel zum Verschnaufen?

Na, wenn es tatsächlich zu anstrengend wird hilft beim Stepperbike tatsächlich nur rechts ran fahren und durchatmen. Aber mit ein bisschen Training fährt man nach kurzer Zeit völlig problemlos die gleichen Strecken wie mit dem Rad. Den Sattel vermisse ich kaum, denn beim Stepperbike arbeitet man nicht auf die anstrengende Weise aus den Beinen heraus wie beim Fahrrad, die Bewegung kommt aus dem ganzen Körper. Ich persönlich fahre mit meinem Stepperbike überall hin; schnalle mir meine Tasche auf den Rücken und sause damit zu Freunden, an den Strand oder zur Arbeit. Wer mehr transportieren will sollte sich allerdings ein Körbchen ans Bike schrauben, denn einen Gepäckträger gibt es auf Grund der Bauweise nicht. Dafür ist ein Trinkflaschenhalter immer angeschweißt. Denn letztendlich ist das Stepperbike ja vor allem eins: ein Fitnessgerät.

Vielen Dank für das Gespräch!

Alle Produktinfos zu den Stepperbikes und die verschiedenen Modelle lernen Sie hier kennen:

Stepperbike: Fit mit neuem Trendrad

Weitere Informationen:
Wer sich gleich ein Bike kaufen will kann sich bei 3G Bikes über Modelle, Händler und mehr informieren:

www.3gbikes.de

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