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Akupunktur ist nur eine der fünf Säulen der TCM.

Akupunktur ist nur eine der fünf Säulen der TCM.    istockphoto.com/humonia

Erstellt am 1. März 2013

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Traditionelle Chinesische Medizin: Die fünf Säulen der Gesundheit

Die Traditionelle Chinesische Medizin ist mehr als 3.000 Jahre alt und doch aktueller denn je. Ihre verschiedenen Therapieformen bieten gegen viele Beschwerden eine wirksame und sanfte Alternative zur Schulmedizin. Zu den wichtigsten Anwendungen gehören die umfangreiche Heilkräuterkunde, Akupunktur, Bewegung nach der Lehre des Qi Gong, Meditation und eine ausgewogene Ernährung. Sie bilden die fünf Säulen der Chinesischen Medizin für Gesundheit und Wohlbefinden. MEINE VITALITÄT erklärt Ihnen die Grundlagen der weltweit praktizierten Traditionellen Chinesischen Medizin.

Die Harmonie der Gegensätze

Die Traditionelle Chinesische Medizin verfolgt die Ausgeglichenheit der Gegensätze, also das Yin und Yang aller wirkenden Kräfte im Körper. Nur wenn sich alle entgegengesetzt wirkenden Kräfte harmonisch ergänzen, kann die Lebensenergie Qi ungehindert auf ihren Leitbahnen fließen und der Körper ist gesund. Dagegen sind Stockungen oder Blockaden der Ursprung aller Krankheiten. Mit der ganzheitlichen Untersuchungsmethode aus Sehen, Fühlen, Hören und Riechen können körperlich oder psychisch bedingte Disharmonien im Körper aufgespürt und mit Hilfe der Chinesischen Medizin behoben werden.

Blockaden lösen

Zu den bekanntesten Heilverfahren der Chinesischen Medizin gehören die Akupunktur und die Akupressur. Dabei werden bestimmte Punkte entlang der Meridiane stimuliert, um Blockaden im Energiefluss zu lösen und den störungsfreien Ablauf der Körperfunktionen wiederherzustellen. Mit Druck, sanftem Klopfen oder schmerzfreien, feinen Akupunkturnadeln werden die lokale Durchblutung angeregt und die körpereigenen Selbstheilungskräfte reaktiviert. Bei kältebedingten Beschwerden wird das Qi häufig auch mit warm-glühenden Kegeln aus Beifußkraut oder den sogenannten Moxizigarren stimuliert. Zum gezielten Ausleiten von Schad- und Giftstoffen wird hingegen mit Schröpfgläsern gearbeitet, in denen ein Unterdruck erzeugt wird. Dieser wiederum regt bestimmte Hautareale an, leitet so aktivierende Impulse an den Organismus und reguliert die natürlichen Funktionen des Körpers.

Wissenschaftlich wirksam

Besonders zur Behandlung von Schmerzen am Bewegungsapparat, Zahn- und Kopfschmerzen sowie rheumatischen Erkrankungen werden die Verfahren der Chinesischen Medizin mit großem Erfolg eingesetzt. In vielen Fällen übernimmt dafür sogar die Krankenkasse die Kosten. Aber auch bei Allergien und Asthma sowie funktionalen, psychosomatischen und psychovegetativen Erkrankungen rückt die Traditionelle Chinesische Medizin immer mehr in den schulmedizinischen Fokus. Im medizinischen Schönheitsbetrieb hält unterdessen der Trend zur Ästhetischen Chinesischen Medizin Einzug für einen Anti-Aging- Effekt ganz ohne schmerzhafte chirurgische Eingriffe.

Heilung aus Kräutern, Wurzeln und Früchten

Das größte Feld der Chinesischen Medizin bildet die Heilkräuterkunde. Ihre weitreichenden Einsatzmöglichkeiten und ihre vielseitige Wirkung machen die arzneilichen Kräuter zu einer unverzichtbaren Anwendung. Aus mehr als 6.000 Heilpflanzen und Substanzen wird jede Rezeptur speziell auf die Konstitution und die Diagnose jedes einzelnen Patienten abgestimmt. Die Wurzeln, Samen, Rinden, Blätter, Blüten und Früchte werden dabei so zusammengesetzt, dass sich die jeweiligen Wirkungen und Nebenwirkungen in der Mischung gezielt verstärken und abschwächen. Diese Kunst der Heilkräuterkunde ist sehr komplex, durch die individuelle Abstimmung auf den Patienten jedoch auch äußerst wirkungsvoll.

Ein guter Arzt muss kochen können

Typgerechte und ausgewogene Ernährungs- und Trinkgewohnheiten sind in jedem Fall der Grundstein für Gesundheit, Wohlbefinden und ein harmonisches Qi. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird die Nahrungsaufnahme gezielt zur Heilung von körperlichem oder seelischem Ungleichgewicht eingesetzt. Ähnlich wie im Ayurveda werden die Nahrungsmittel nach ihrem Geschmack sowie ihrem Temperaturverhalten eingeteilt. Was der Körper benötigt, ist dabei stark abhängig von der persönlichen Grundkonstitution und äußeren Einflüssen wie den Jahreszeiten.

Die Kunst der Bewegung

Um den gesunden Energiefluss im Körper zu fördern und zu erhalten, spielt auch Bewegung eine wichtige Rolle in der Chinesischen Medizin. Die meisten Bewegungsübungen kommen aus der Tradition des Qi Gong. Die langsamen, harmonisch fließenden Bewegungsabläufe fördern die Konzentration und die bewusste Atmung. Die ausgewogene Verbindung von sanften Bewegungen und Meditation bringt Körper und Geist wieder in Einklang und wirkt sich schon nach kurzer Zeit spürbar positiv auf die Gesundheit aus.

Fazit: Als Heilverfahren für chronische oder akute Krankheiten etabliert sich die Chinesische Medizin immer stärker als wirkungsvolle Standardtherapie. Gerade in der Schmerzbehandlung ist sie zu einer unverzichtbaren Therapieform geworden, da sie sehr effizient ist und dabei keine Nebenwirkungen hat. Jedoch ist die Traditionelle Chinesische Medizin in erster Linie eine präventive Behandlungsmethode, die die Gesundheit erhält und langfristig einen ausgewogenen Lebensstil mit Gelassenheit und Lebensfreude unterstützt.

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