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Urban Gardening nach dem Do-it-yourself-Prinzip

Urban Gardening nach dem Do-it-yourself-PrinzipInselgrün

Erstellt am 1. April 2018

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Gärtnern in der Stadt: Kleine Naturoasen zwischen Betonwänden

Den Sommer im Garten verbringen? Für Deutschlands Großstädter blieb das Gärtnern im Grünen bisher nur ein idyllischer Traum. Wie die neue „grüne Welle“ das Genießen in der Natur jetzt doch möglich macht und was hinter dem Projekt „Urban Gardening“ steckt, erfahren Sie bei MEINE VITALITÄT.

Stadt und Natur passen nicht zusammen? Doch!

Am Anfang existierte dort, wo heute alles grünt und sprießt, nur ein leerer Asphaltplatz. Das war 2009. Heute, vier Jahre später, ist aus dem trostlosen Etwas von damals eine kleine, grüne Insel geworden, die mitten in der Stadt, im multikulturellen Bezirk Kreuzberg existiert - der Prinzessinnengarten.
Kämpft man sich von außen durch hektische Fußgänger, lärmende Motorroller und das Getümmel am U-Bahn-Ausgang, gelangt man durch ein pflanzenumranktes rosa Abflussrohr in eine idyllische Welt, die einen den eben noch da gewesenen Großstadtdschungel vergessen lässt.
Umgeben von fröhlich blühenden Bäumen, leuchtend roten Tomatensträuchern und kleinen Pflanzensetzlingen ist in den letzten Jahren an genau diesem Ort ein Lebensgefühl entstanden, das sich „Urban Gardening“ nennt.

Urban Gardening – Gärtnern in der Stadt

Was dahinter steckt? Zuerst einmal steht urbanes Gärtnern für einen öffentlichen Ort, der von jedem, unabhängig seiner Nationalität, Religion oder Einkommensgruppe, besucht und benutzt werden kann. Man kann seine eigenen Pflanzen setzen oder beim Ernten helfen und natürlich die Sehnsucht stillen nach dem natürlichen „Do-it-yourself“-Gefühl in der Stadt. Daneben führt der Garten zu einer offenen Gemeinschaft, die ganz im Gegensatz zum sonst eher anonymen Großstadtleben steht und sich in Arbeitsgruppen oder, je nach Laune, auch mal ganz allein organisiert, um ein bisschen Grün in die Stadt zu bringen.
Besonders wichtig ist den „Großstadtbegrünern“ allerdings auch, dass auf künstliche Düngemittel verzichtet wird und ökologisch korrekte Nahrungsmittel in den Beeten heranwachsen.

Trendentwicklung deutschlandweit

Auch in anderen Städten folgt man dem grünen Trend. Seit Mai 2011 existiert das Gartendeck in Hamburg. Ein weitläufiger Garten in der Großen Freiheit, der den Hamburgerinnen und Hamburgern neben einer Menge Sonne und Entspannung auch die Möglichkeit zum Säen, Jäten und Ernten bietet.

Ebenso frisch ist die 2012 angesetzte „Urban Gardening“-Idee auf einer ehemaligen Zollamtfläche in Stuttgart. „Inselgrün“ ist ein grünes Recycling-Kunst-Pflanzen-Projekt, bei dem alte Gegenstände wie Schuhe oder Einkaufswagen als moderne, mobile Beete dienen, aus denen Pflänzchen, buntes Gemüse oder kleine Stauden wachsen. Auch hier kann sich jeder beteiligen, der gerne gärtnert oder einfach beim Aufbau helfen möchte. Vordergründig für das Projekt ist auch der Gedanke, regionales Obst und Gemüse, also Nahrungsmittel, ohne lange Transportwege anzubauen, die von den Besuchern und Bepflanzern des Gartens mit viel Liebe zu Kuchen, Suppen und anderen ökologischen Leckereien weiterverarbeitet werden.

Fazit:
Das Bedürfnis nach Natur und grünen Nutzflächen in der Stadt wächst immer weiter, die grünen Gartenprojekte schießen mittlerweile wie Pilze aus dem Boden und machen deutlich: Die Menschen sehnen sich nach einer Lebensform, die weg geht vom modernen, durchgestylten Leben, hin zu einer naturbelassenen Atmosphäre mit Wohlfühlfaktor.

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