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Brettspiele sind beliebt bei Jung und Alt

Brettspiele sind beliebt bei Jung und Alt    Thinkstock

Erstellt am 1. Juli 2019

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Revival der Brettspiele: Die Klassiker im neuen Design

Computer- und Konsolenspiele machen den Herstellern von Brettspielen seit einigen Jahren das Leben schwer. Doch gemeinsame Spieleabende mit Freunden liegen wieder im Trend und die modernen Brettspiele punkten mit Technik: Dank digitalen Zusatzelementen erreicht die Spielfreude ein ganz neues Level. MEINE VITALITÄT stellt Ihnen die getunten Brettspiele vor.

Einen gemütlichen Abend mit Freunden oder der Familie verbringen und dabei am großen Tisch zusammen essen und spielen: Homing heißt dieser Wohntrend, bei dem das eigene Zuhause zum Mittelpunkt der Freizeitgestaltung wird. Brettspiele sind dabei gefragt wie nie und Kassiker wie "Mensch ärgere dich nicht" oder "Halma" wecken Kindheitserinnerungen. Besonders in den dunklen Wintermonaten macht es Spaß, bei Gesellschaftsspielen zusammen zu sitzen, anstatt beim klassischen PC-Spiel alleine vor dem Rechner zu bleiben.

Wirtschaftssimulationen sind beliebt

Während in der Vergangenheit Brettspiele für Kinder den Großteil des Umsatzes einbrachten, verkaufen sich inzwischen anspruchsvolle Erwachsenenspiele immer besser. Besonders Strategie- und Wirtschaftspiele sind gefragt. Bei "Die Siedler von Catan", "Carcassonne" oder dem legendären "Monopoly" geht es wie im echten Leben um Angebot und Nachfrage, Standorte und Ressourcen und vor allem um Finanzen. Da die Spieler in ihrer Freizeit aber nicht an den Druck des Arbeitslebens erinnert werden möchten, versetzen die Autoren der Brettspiele ihre Figuren gern in historische Zeiten und Parallelwelten.

Weiterhin sind Brettspiele beliebt, die auf bekannten Fernsehshows basieren und so einen Hauch Promi-Feeling ins Wohnzimmer bringen. Bei "Das Supertalent" oder "Schlag den Raab" geht es um Geschicklichkeit, Reaktion und Wissen, zudem sind beide Spiele absolut familienkompatibel und für alle Generationen geeignet.

Ideal um abzuschalten

Brettspiele bieten eine Plattform um Stress abzubauen. Im Gegensatz zum Berufsleben hat hier jeder nur einen Titel: den des Mitspielers. Um zu gewinnen, sind Fantasie und Kreativität gefragt, aber vor allem fördern die Spiele den Teamgeist, die Interaktion und die Kommunikationsfähigkeit. Denn bei manchen der Brettspiele entscheidet schon der Gesichtsausdruck oder die Gestik über Sieg und Niederlage.

Trend zum Crossover

Die Hersteller der modernen Brettspiele wie Ravensburger, Mattel oder MB legen viel Wert auf Design und Layout und bereichern die Offline-Spiele mit elektronischen Inhalten. Bei der Neuauflage des Detektivspiels "Scotland Yard Master" erweitert eine App für Smartphone oder Tablet-PC das Spielfeld. Mit digitaler Schaltzentrale und Handyortung soll die Jagd nach Mister X noch spannender werden. Auch die Neuauflage des Klassikers "Monopoly Zapped" wurde mit digitalen Elementen angereichert. Die Bankkarten werden dabei mit Hilfe einer App eingelesen und das Geld elektronisch transferiert. Wenn zwei Spieler auf dem selben Feld landen, können sie in 20 zusätzlichen Minispielen gegeneinander antreten.

Vom Bildschirm zum Spielbrett

Bisher wurden Brettspiele eher als Onlineversion für die Konsole oder das Handy programmiert. Doch das geht auch anders herum: Die beliebte Spieleapp "Doodle Jump" gibt es nun als 3-D-Variante auf einem schräg gestellten Spielplan. Auch an die Fans des Landlebens wurde gedacht. Beim Brettspiel "Farmerama" können Sie wie beim Browserspiel aussäen, ernten und Tiere füttern – aber das mit echten Spielfiguren und Ereigniskarten.

Spiel des Jahres

Eine Orientierung in der Vielzahl der Brettspiele bietet die Auszeichnung Spiel des Jahres. Der unabhängige Preis wird seit 1979 jedes Jahr im Juli von einer Jury verliehen und zeichnet besonders interessante oder spannende Spiele aus. Damals wurde "Hase und Igel" zum Preisträger gekürt, im Jahr 2013 war es das Kartenspiel "Hanabi", was auf japanisch Feuerwerk bedeutet. Dabei halten die Spieler ihre Karten verkehrt herum und sind dadurch auf die Hilfe ihrer Mitspieler angewiesen. Das Kommunikationsspiel liegt ganz im sozialen Homingtrend. Die Teilnehmer lernen zu kooperieren und haben dabei auch noch richtig Spaß.

Fazit:
Brettspiele liegen wieder im Trend. Ob liebgewonnener Klassiker oder moderne Versionen mit Online-Erweiterungen – Die Gesellschaftspiele mit Würfeln, Figuren und Karten sind ideal um abzuschalten und fördern außerdem die Kommunikation und Teamfähigkeit.

Weitere Informationen:
Wer die neuesten Angebote auf dem Brettspielemarkt vor dem Kauf zuerst einmal ausprobieren möchte, wird in einem Spielecafé fündig. Gegen eine geringe Gebühr können Sie sich das Spiel ausleihen und ausgiebig Zuhause testen oder Sie spielen es gleich im Café mit ein paar anderen Brettspielfans. Gespielt wird zum Beispiel in Berlin im Café Spielwiese.

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