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Eine Ringelblume kann wahre Wunder bewirken.

Eine Ringelblume kann wahre Wunder bewirken.    Thinkstock

Erstellt am 6. Oktober 2011

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Die Ringelblume: Eine natürliche Hilfe bei Hauterkrankungen

Diese hübsche kleine Blume kann wahre Wunder bewirken. Die Ringelblume, auch bekannt unter dem lateinischen Namen calendula officinalis, dient als Heilpflanze und hilft bei vielen Hauterkrankungen. Unsere Expertin Antje Heinlein verrät Ihnen Genaueres über die große Wundheilerin.

Die Ringelblume ist ein typischer Korbblütler. Vom frühen Juni bis Ende Herbst, wo die meisten Sommerpflanzen schon verblüht sind, erfreut uns die Ringelblume mit ihrer schier unaufhörlichen Blühkraft. Daher hat sie auch ihren Namen: Calendula, sie blüht den ganzen „Kalender“ hindurch.

Name und Geschichte der Ringelblume

Der deutsche Name Ringelblume bezieht sich auf die geringelten Samen der Pflanze. Diese Pflanze trägt auch den Namen Totenblume, da sie noch immer gern auf den Friedhöfen gepflanzt wird, um die Gräber zu schmücken. Ihre fast unerschöpfliche Vegetationskraft setzt ein Zeichen für das ewig dauernde Leben und in der christlichen Symbolik steht sie für die Erlösung nach dem Tod. Zudem gehört sie zu den Blumen, die auch als „Sonnenbräute“ bezeichnet werden. Diese Bezeichnung ist einerseits darauf zurückzuführen, dass sich die Calendula nach der Sonne ausrichtet und zu bestimmten Sonnenzeiten ihre Blüten dreht, öffnet und wieder schließt. Andererseits bezieht sie sich auf unser kulturelles, steinzeitliches Erbe, als die alten Priesterinnen, Heilerinnen und Seherinnen ihr Volk anführten. Die Priesterinnen trugen als Symbol die Sonne, die für ewiges Leben steht. Der Verlauf der Sonne durch das Jahr bildete den Rahmen des Lebens. Einige Pflanzen, die zu bestimmten Zeiten, an den wichtigsten Punkten des Sonnendurchlaufes blühten, galten als heilige Blumen. Die Ringelblume blüht noch zur Herbst-Tagundnachtgleiche (23.09). Später wurde die Ringelblume der germanischen Freya geweiht und im Christentum der Mutter Maria.

Heilende Wirkung der Ringelblume

Die Ringelblume ist vor allem eine Wundpflanze für schlecht heilende, eiternde und entzündete Wunden. Sie wirkt hier heilend, desinfizierend, schmerzlindernd, und sie verhütet außerdem Narbenwucherungen. Sie kann erfolgreich bei Blasenentzündungen und Magenschleimhautentzündungen eingesetzt werden und nimmt dabei auch den krampfenden Schmerz, da dieser eine krampflösende Wirkung hat. So kann sie ebenfalls bei einer schmerzhaften Menstruation verwendet werden, am besten in Verbindung mit Schafgarbe, Gänsefingerkraut und Frauenmantel.

Da die Ringelblume kieselsäurehaltig ist, unterstützt sie bei Venenproblemen die Gefäße und wirkt durchblutungsfördernd. Zusammen mit Steinklee, Rosskastanie, Buchweizen und Zinnkraut erhält man eine kräftiges Mittel gegen Krampfadern.

Außerdem wirkt diese Pflanze antiviral, so dass sie bei der Therapie von virusbedingten Krankheiten, wie zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs, Anwendung findet. Tee und Spülungen können Frauen, bei denen ein schlechter PAP diagnostiziert wurde, bei der Bekämpfung des Virus unterstützen.

In der Kindertherapie ist die Ringelblume die große Heilerin bei allen nicht eiternden Ekzemen. Sie entgiftet das Blut und die Lymphen und verhilft so schneller zur Heilung.

Ringelblumensalbe selbst gemacht

Eine Ringelblumensalbe können Sie selbst herstellen. Dies ist nicht sehr aufwendig und in der Wirkung ist sie den gekauften Salben bei Weitem überlegen:

- 20 Gramm Wollfett

- Eine gute Handvoll Ringelblumenblüten

Beides zusammen eine gute halbe Stunden lang kochen und mindestens 24 Stunden stehen lassen. Danach abseihen und kühl aufbewahren.

Da Wollfett sehr zäh ist, kann man alternativ nehmen:

- 50 Gramm Bienenwachs

- 70 Milliliter Olivenöl

- Eine Handvoll Blüten und Blätter der Ringelblume

Das Öl wird erhitzt, die Blätter und Blüten hinzugefügt. Unter ständigem Rühren zehn Minuten ziehen lassen. Durch ein feines Sieb seihen und das aufgelöste Bienenwachs hinein tun. In kleine Döschen füllen.

Diese Salbe eignet sich bei Wunden, Quetschungen, Geschwüren, Mückenstichen, Neurodermitis und rissigen Händen. Bei schlecht heilenden Wunden, Krampfadern oder geplatzten Äderchen die Salbe für längere Zeit verwenden und am besten abends vor dem Schlafengehen auftragen.

Weitere Informationen:

Mehr über unsere Expertin Antje Heinlein erfahren Sie auf ihrer Webseite: www.hp-heinlein.de

Lesen Sie auch unsere Artikel über weitere Heilpflanzen wie Gänseblümchen, Lavendel, Mistel, Ackerschachtelhalm und Arnika.

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