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Kamasutra - ein Lebensstil

Kamasutra - ein Lebensstil    Pexels

Erstellt am 29. März 2018

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Kamasutra – Lifestyle aus Indien

Diese altertümliche Anleitung zum richtigen „Liebe machen“ ist den meisten ein Begriff. Wenn man ehrlich ist, bekommt man doch heute beim Namen Kamasutra noch das Schuljungen-Kichern von damals. Die Wahrheit ist jedoch, dass es sich nicht nur um eine Anleitung zum Sex handelt, sondern eine Anleitung zum glücklicheren Leben! MEINE VITALITÄT erklärt Ihnen den Lifestyle-Trend Kamasutra.

Wir räumen mit den Vorurteilen auf

Beim Kamasutra handelt es sich nicht um eine Anleitung zum Sex, zumindest nicht ausschließlich. Eigentlich erklärt das Kamasutra den Weg zu einer gesunden, emotionalen Beziehung mit Ihrem Partner. Die Vorstellung, dass Kamasutra nur von dem physischen Aspekt des Geschlechtverkehrs spricht, ist schlicht falsch. Der Zweck von Kamasutra war nicht nur die Masse über verschiedene sexuelle Techniken aufzuklären, sondern eine gesunde Beziehung zwischen den Partnern zu fördern und die sexuelle Energie konstruktiv zu nutzen. Mehrere westliche (und sogar einige indische) Autoren, Dolmetscher und Kommentatoren haben nur auf den sexuellen/physikalischen Aspekt aufmerksam gemacht, was zur falschen Darstellung der Schrift führt. Wenn man allerdings einmal tiefer schaut, bemerkt man schnell, dass es sich in der Schrift nicht ausschließlich um Sex dreht.

Worum es eigentlich geht

Viele Positionen (Asanaas) rufen im Kamasutra zur aktiven und gleichberechtigten Teilnahme der Frau auf. Anstatt sich an die monotone/langweilige missionarische Position zu halten, wo die Frau ein ziemlich passiver Empfänger ist, fördert die Schrift mehr proaktive Positionen. Nur wenn es einen gleichberechtigten Beitrag von beiden Enden gibt, wird die Session wirklich erfüllt und fruchtbar sein. Es gibt keine Haltung, die ausschließlich für den Mann oder die Frau gedacht ist.

Ob Sex oder irgendeine andere Sache: Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Partner gleichermaßen einbeziehen. Mitmachen ist das Schlüsselwort. Wenn Sie dem Partner eine aktive Rolle im und außerhalb des Bettes anbieten, fühlt er sich gewünscht und gebraucht. Synergie zwischen beiden Partnern führt zu größerer Erfüllung. Das ist, was Samabhog (gleiches Vergnügen) uns lehren will.

Ihr Körper und das Kamasutra

Die abwechslungsreichen Techniken, die in den heiligen Schriften dargestellt werden, machen das Geschlecht für jedermann, ungeachtet seines Körpers und seiner Körperform, angenehm. Die Person kann muskulös, fettleibig oder dünn sein. Das Kamasutra lehrt uns, dass Körperform und Vergnügen einhergehen.

Arbeiten Sie an Ihrem Körperbild. Sie können immer das Beste aus Ihrem Körper herausholen, vorausgesetzt, Sie lösen sich von unrealistischen Anforderungen an Ihren Körper. Fühlen Sie sich in Ihrer Haut wohl, denn darauf kommt es an. Zeitschriften können mit Bildern von vollkommenen Körpern überschwemmt sein, aber lassen Sie sie nicht beirren und besinnen Sie sich auf die Realität und all Ihre schönen Seiten. Lassen Sie Ihr Problem mit Ihrem Körper nicht zum Spielverderber Ihres Lebens werden.

Touch me

Der Kamasutra legt großen Wert auf Berührung und nicht nur beim Geschlechtsverkehr. Von der Schrift ausgehend, ist jede Berührung des anderen Körpers dazu bestimmt, eine erregende Sensation im Körper des Anderen hervorzurufen.

Untergraben Sie nicht die Wichtigkeit der kleinen Berührungen. Eine Umarmung, die liebende Liebkosung, ein Kuss oder auch nur ein bedeutungsvoller Händedruck kann viele Emotionen vermitteln. Damit meinen wir nicht zwingend Sex. Legen Sie mehr Wert auf kleine Berührungen im Alltag.

Geben Sie sich Mühe

Der Schwerpunkt der Schriften zum Shringaar sollte nicht unbenannt bleiben: Fast jeder Charakter, der im Akt des Kamasutras gezeigt wird, ist mit aufwändigen Ornamenten verziert. Dazu gehören auch Männer. Die Idee hinter diesen Zeichnungen und Verzierungen, ist, dass man sich für den Partner „verkleidet“ beziehungsweise „verschönert“. Viele Paare in einer Langzeitbeziehung verlieren den Drang, gut auszusehen (für einander). Doch das ist gerade falsch! Nehmen Sie sich die Zeit auch für Ihren Partner gepflegt und begehrenswert auszusehen. Damit meinen wir nicht Pumps und das kleine Schwarze für einen Abend auf der Couch, aber vielleicht sollten Sie auch eine Weile die Finger vom Tomatensoßen-bekleckerten T-Shirt von 2003 lassen. Denn unterbewusst kommuniziert ein ungepflegtes Äußeres zu Hause, dass Sie sich keine Mühe mehr geben für den Partner.

Haben Sie Spaß!

Die heiligen Schriften legen großen Wert auf das lustige Element der Beziehung. Das ist es, was ein ziemlich langweiliges, mechanisches Treffen zu etwas verwandelt, auf das sich ein Paar freut. Versuchen Sie alles, was Sie wollen. Wenn das lustige Element fehlt, gibt es wenig, was Sie noch für Ihre Beziehung tun können.

Haben Sie Lust, Spaß miteinander zu haben! Beginnen Sie mit nicht-sexuellen Aktivitäten und bauen Sie darauf auf. Spielen Sie, reisen Sie zusammen, diskutieren Sie über Filme und finden Sie anregende Gesprächsthemen. Wenn der Spaß einfach wird, egal was der Anlass ist, wird die Freude standardmäßig auch anderen Aspekten der Beziehung erfüllen.

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