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Machen Sie Schluss mit der Macht der Gewohnheit

Machen Sie Schluss mit der Macht der Gewohnheit    istockphoto.com/ansar80

Erstellt am 24. Februar 2014

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Wie Sie am besten mit dem Rauchen aufhören

Dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, weiß jeder nur all zu gut. Warum fällt es dann trotzdem so schwer damit aufzuhören? Oft gibt die Zigarette Halt in Stresssituationen, ist ein Anlass für Pausen oder es ist schlicht die Macht der Gewohnheit. MEINE VITALITÄT stellt Ihnen die besten Gründe vor, damit Sie mit dem Rauchen aufhören und gibt Tipps, wie Sie den Glimmstängel endgültig loswerden.

Jeder Vierte ab 15 Jahren in Deutschland raucht. Abhängig macht dabei nicht nur das Nikotin mit seiner anregenden Wirkung auf den Körper – vor allem soziologische Gründe führen zu einer regelrechten Sucht nach der Zigarette. Die Raucherpausen dienen der Unterhaltung mit Kollegen und können sogar den Tagesablauf strukturieren. Zudem dämpft Rauchen den Appetit und wird als fragwürdige Diäthilfe genutzt.

Dabei sind die meisten der über 4.000 Inhaltsstoffe von Tabakrauch giftig und krebserregend. Über die Lunge eingeatmet, verteilt sich der Rauch im ganzen Körper und schädigt fast jedes Organ: Rauchen verursacht nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Bronchitis und Asthma, sondern ist auch der Hauptrisikofaktor für Krebserkrankungen wie Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs und Mundhöhlenkrebs. Zudem verursacht der blaue Dunst Bauchspeicheldrüsenkrebs, Harnblasenkrebs, Nierenkrebs und Magenkrebs.

Auch für Leukämie, Parodontitis, verminderte Leistungsfähigkeit, Fehlgeburten und Impotenz ist das Rauchen verantwortlich. Mehr als genug Gründe also, so bald wie möglich mit dem Rauchen aufzuhören und ganz bewusst Ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Gründe für ein rauchfreies Leben

  1. Tabakrauch enthält neben Nikotin unter anderem die Schadstoffe Kohlenmonoxid, Cyanwasserstoff sowie Acrylamine und Cadmium. Mit jedem Zug an der Zigarette führen Raucher Ihrem Körper ganz bewusst diese Giftstoffe zu. Machen Sie Schluss damit! Sie verringern nicht nur ganz gravierend das Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen, sondern schonen auch Ihren Geldbeutel. Bei rund fünf Euro pro Schachtel und einer gerauchten Packung am Tag sparen sie mehr als 1.800 Euro: Überlegen Sie mal, was Sie sich dafür leisten könnten.
  2. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, werden Sie auch besser riechen. Und das nicht nur für Ihre Mitmenschen, auch Sie selbst werden Düfte und Geschmäcker wieder viel sensibler wahrnehmen.
  3. Die Wirkung des Rauchstopps spüren Sie ganz schnell. Schon 20 Minuten nach der letzten gerauchten Zigarette, regulieren sich die Herzschlagfrequenz und der Blutdruck. Drei Monate danach hat sich die Lungenfunktion deutlich verbessert, sie kommen nicht mehr so schnell aus der Puste. Und nach einem Jahr ist das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen schon um die Hälfte gesunken.

Weg mit der Kippe: So geht’s

Viele haben schon unzählige Male mit dem Rauchen aufgehört – nur um spätestens nach ein paar Wochen wieder damit anzufangen. Um endgültig von den Zigaretten loskommen, funktioniert laut Umfragen das rigorose Schlussmachen am besten. Dabei wird nach einer feierlichen letzten Zigarette oder dem symbolischen Vernichten der letzten Packung von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufgehört. Diese Schlusspunkt-Methode ist wirksamer als die schrittweise Reduzierung der Dosis, braucht aber einen starken Willen.

Um die körperlichen Entzugserscheinungen der Nikotinsucht zu lindern, helfen Nikotinpflaster und Nikotinkaugummis. Über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten kann damit die Zufuhr langsam verringert werden. Lassen Sie sich dazu unbedingt von einem Arzt beraten. Dort bekommen Sie auch Unterstützung zu Ernährungsplänen und Sportprogrammen, damit Sie nach dem Rauchstopp nicht ungewollt zunehmen.

Von Akupunktur über Autogenes Training bis zu Hypnose gibt es verschiedene alternative Methoden zur Raucherentwöhnung. Sie dienen vor allem der Entspannung und helfen mental stark zu bleiben, um die kommenden Stresssituationen zigarettenfrei zu überstehen.

Gemeinsam fällt das Rauchen aufhören leichter. Suchen Sie sich deshalb Unterstützung und Gleichgesinnte. So setzen Sie sich nicht nur selbst unter Erfolgsdruck, sondern lernen auch automatisiertes Verhalten zu erkennen und zu verändern.

Fazit:
Ein rauchfreies Leben ist gesünder, kostengünstiger und riecht angenehmer. Ihre Gesundheit und ihr Umfeld wird es Ihnen danken, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören. Die positiven Wirkungen machen sich schnell bemerkbar. Sagen Sie deshalb ab sofort (und nicht erst zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai) Nein zu Zigaretten – Sie haben es selbst in der Hand!

Weitere Informationen:

Unterstützung, Adressen von Selbsthilfegruppen und eine Hotline finden Sie auf der Internetseite Rauchfrei-Info der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hier geht’s zum Informationsportal.

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