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Wer gut schläft, sieht auch gut aus. Die Augen strahlen, der Teint ist klar. Wer seinen Schlaftyp kennt, kann sein Leben darauf einstellen.

Schlaf ist lebenswichtig. Er bringt Erholung vom Stress und den Belastungen des Tages. Während der nächtlichen Auszeit vom Alltag ist unser Körper nicht ruhelos. Die Zellteilung läuft auf Hochtouren, alte Hautzellen werden repariert und erneuert. Während wir träumen, werden Proteine gebildet. Zusätzlich wandern Sauerstoffmoleküle aus dem Blut ins Gewebe. Dadurch kann die Haut besser atmen. Schädliche Stoffe werden in der Nacht abgebaut und die Energiespeicher neu aufgefüllt. Wirkt dann der Teint am Morgen frisch und rosig, war der Schlaf ausreichend und gut.

Auch Knochen- und Haarzellen werden erneuert. Außerdem speichert unser Gehirn Gelerntes ab, verlagert Daten ins Kurz- und Langzeitgedächtnis, löscht Unbrauchbares. Wir verdauen im Schlaf, Hormone strömen ins Blut, das Immunsystem schöpft neue Kraft. Dies alles ist Quelle unserer Vitalität.

Lerchen sind Frühaufsteher

Was für ein Schlaftyp Sie sind, lässt sich am besten im Urlaub feststellen, wenn wir uns keinen Wecker stellen müssen. Stehen Sie gern früh auf? Sind Sie vormittags am leistungsstärksten? Gehen Sie gern früh zu Bett? Frühaufsteher bezeichnet die Schlafforschung als Lerchen. Diese starten morgens fit und munter in den Tag. In der Arbeitswelt der Deutschen sind Lerchen besonders anerkannt und gefragt, denn in der Regel beginnt der Arbeitstag acht Uhr.

Nachteulen sind Morgenmuffel

Nachteulen gehen dagegen lieber spät zu Bett. Das frühe Aufstehen fällt ihnen schwer. Nachteulen kommen morgens kaum in Gang. Ihre Leistungskurve steigt im Laufe des Tages. Am Abend werden sie einfach nicht müde. Eulen sind aber nicht fauler. Eulen schlafen auch nicht mehr Stunden als Lerchen. Die entsprechenden Biorhythmen sind unterschiedlich getaktet. Während die Leistungskurve einer Lerche im Verlauf des Tages sinkt, kommt die der Eule zunehmend in Fahrt. Fakt ist, aus einer Eule kann man keine Lerche machen. Deshalb sollten Eulen nicht als Bäcker und Lerchen nicht als Nachtwache arbeiten.

Wie viel Schlaf braucht der Mensch?

Die optimale Schlaflänge ist je nach Alter und Typ unterschiedlich. Babys schlafen bis zu 16 Stunden täglich, Jugendliche um die neun Stunden, Erwachsene sechs bis zehn Stunden, alte Menschen schlafen weniger. Bei schweren Belastungen und Krankheit wird das Schlafbedürfnis erhöht. Im Winter schlafen wir gern eine Stunde länger als im Sommer. Unsere innere Uhr ist individuell. Deshalb ist unser Schlafbedürfnis unterschiedlich. Schlafmediziner empfehlen Erwachsenen sieben bis acht Stunden pro Nacht. Noch wichtiger als die Dauer ist jedoch die Qualität. Denn, wer sich durch die Nacht quält, der quält sich auch durch den folgenden Tag. Die Folge: Tagesmüdigkeit.

Fazit: Der Schlaftyp entscheidet, wie gut wir morgens aus dem Bett kommen und zu welcher Uhrzeit wir am leistungsfähigsten sind.

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