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Leckere Rezepte für Brot mit Matcha

Leckere Rezepte für Brot mit MatchaKneipp Verlag

Erstellt am 1. Dezember 2013

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Grünteepulver Matcha: Das Koffein-Wunder aus Japan

Matcha, der gemahlene Grüntee, ist ein Heil- und Genussmittel mit langer Tradition. Er steckt voller wertvoller Antioxidantien und belebenden Koffeins. MEINE VITALITÄT stellt Ihnen das grüne Pulver mit seinen Inhaltsstoffen und Wirkungen genauer vor.

Matcha ist begehrt und mit Preisen bis zu 50 Euro für eine 30-Gramm-Dose recht teuer. Außerdem ist das Angebot für Spitzenqualitäten beschränkt, denn produziert wird Matcha zwar auch in China, die besten Produkte kommen aber aus Japan. Und von dort werden nur etwa vier Prozent der Ernte exportiert. Trotz der zunehmenden Nachfrage nach japanischen Produkten bleibt hochwertiger Matcha eine Rarität.

Anbau im Schatten

Nur einige wenige Teebauern haben das Wissen und die klimatischen Voraussetzungen, um den edlen Matcha herzustellen. Tencha heißt die Teesorte, deren Pflanzen vier Wochen vor der Ernte mit dunklen Netzen abgedeckt werden, sodass nur noch ein Bruchteil des Sonnenlichts bei den Blättern ankommt. Die Teepflanze produziert durch den Lichtentzug besonders viel Chlorophyll und Aminosäuren, was dem Matchatee seine intensive grüne Farbe und seinen zarten, süßlichen Geschmack verleiht.

Für den edlen Tee werden nur die oberen beiden Blätter und die Knospe gesammelt. Nach der Ernte werden die Blätter gedämpft und getrocknet, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren. In traditionellen Granitsteinmühlen wird der Tee schließlich zu Pulver gemahlen – Für gerade einmal 30 Gramm Matcha benötigen die Mühlen eine Stunde.

Schaumschläger mit Tradition

Matcha wird nicht etwa wie jeder gewöhnliche Tee getrunken – Die Zubereitung folgt genauen Ritualen. Der Grüntee ist sogar Teil der japanischen Teezeremonie, eine Tradition des Teetrinkens nach festgelegten Regeln zwischen Meditation und Genuss. Dabei werden in eine Matcha-Schale ein bis zwei Gramm Teepulver (ein knapper Teelöffel voll) gegeben und mit 80 Grad heißem Wasser übergossen. Mit einem sogenannten Chasen, einem kleinen Bambus-Besen, wird der Matcha dann schaumig aufgeschlagen, bevor er getrunken wird. Durch den Kontakt mit Sauerstoff entfaltet er seine volle Wirkung. Üblicherweise wird vorher ein kleines, süßes Gebäck gereicht, um den Gaumen auf den Geschmack des Grüntees vorzubereiten.

Die Inhaltsstoffe des Matcha

Beim Genuss von Matcha nehmen Sie nicht nur einen Aufguss zu sich, sondern verzehren das ganze Teeblatt (in pulverisierter Form) und damit all seine wertvollen Inhaltsstoffe. Der Espresso unter den Grüntees, wie Matcha auch genannt wird, enthält mit etwa 35 Milligramm pro Gramm genau soviel Koffein wie ein kleiner Espresso, wirkt dabei aber nicht so aggressiv. Bemerkenswert hoch ist auch der Gehalt an zellschützenden Antioxidantien: Die Menge an Catechinen, insbesondere EGCG (Epigallocatechingallat), ist etwa dreimal so hoch wie bei anderen Grünteesorten wie Sencha oder Bancha. Die antioxidative Aktivität von Matcha, der sogenannte ORAC-Wert (Oxygen Radical Absorbing Capacity), übertrifft sogar die Werte von Heidelbeeren und Gojibeeren.

Eine weitere Besonderheit von Matcha ist die große Menge an Eisen: Mit bis zu 17 Milligramm pro 100 Gramm ist der Gehalt deutlich höher als bei Getreide oder rotem Fleisch. Allerdings sind die verzehrten Mengen auch wesentlich geringer. Weiterhin enthält das Grünteepulver Carotin, die Vitamine A, B, C und E sowie Aminosäuren, besonders L-Theanin. Das Zusammenspiel all seiner Bestandteile macht die Wirkung von Matcha aus – und das fast ohne Kalorien.

Wirkungen auf die Gesundheit

Matcha werden eine ganze Reihe positiver Effekte nachgesagt. Neben der gefäßschützenden und entzündungshemmenden Wirkung der Antioxidantien, deuten Studien auch darauf hin, dass der Grüntee bei Erkrankungen des Immunsystems hilft. Matcha könnte außerdem das Tumorwachstum hemmen, das Risiko für Schlaganfälle vermindern und eine wichtige Rolle in der Alzheimerforschung spielen. Der endgültige wissenschaftliche Beweis steht allerdings noch aus. Außerdem sind die Wirkungen nur beim regelmäßigen Genuss von Matcha nachweisbar, also täglich mindestens drei Tassen. Auch wichtig: Der Tee sollte ganz nach japanischem Vorbild ohne Milch und Zucker getrunken werden, denn das vermindert die biologische Wirksamkeit der Inhaltsstoffe.

Süß oder herzhaft

Das Grünteepulver enthält eine gewisse Restfeuchtigkeit, daher sollten Sie Matcha luftdicht und lichtgeschützt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Wochen verbrauchen. Im Handel gibt es entsprechend kleine Packungsgrößen von 20 bis 40 Gramm. Neben der klassischen Zubereitung als Tee sind der Verwendung von Matcha in der Küche kaum Grenzen gesetzt: Das Pulver findet sich in Eis, Cocktails, Schokolade, Brot und herzhaften Hauptgerichten wieder.

Fazit: Matcha ist ein zu Pulver zermahlener Grüntee, der als besonders edel gilt, aufwendig in der Herstellung und daher relativ teuer ist. Der grüne Muntermacher enthält besonders viel gut verträgliches Koffein und einen reichhaltigen Mix aus Mineralien und Nährstoffen. Trinken Sie Matcha klassisch als Tee oder probieren Sie doch mal Matcha-Bruschetta, Garnelensalat an Matcha-Schaum oder Matcha-Mangoldrouladen!

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Matcha: Geheimnis des gesunden Grüntee-Wunders

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