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Eine falsche Ernährungsweise und ein Alltagsleben voller Stress und Hektik führen oft zu einem Vitaminmangel im Körper. Der kann sich auf vielerlei Arten äußern – und sollte in jedem Fall unbedingt ernst genommen werden. MEINE VITALITÄT informiert über Anzeichen und Vorgehen bei Vitaminmangel.

Durch langanhaltende Mangelerscheinungen können irreparable Schädigungen entstehen. Gefährdet sind vor allem Menschen mit Alkoholproblemen, Raucher, Personen, die eine strenge Diät halten, Patienten mit Verdauungsstörungen, Kinder während schneller Wachstumsperioden und Schwangere – letztere aufgrund ihres erhöhten Vitaminbedarfs.

Anzeichen für Vitaminmangel

Bevor es zu untrüglichen Zeichen wie Zahnfleischbluten als Vitamin C-Mangelerscheinung oder Nachtblindheit als Folge von Provitamin A-Mangel kommt, macht sich Vitaminmangel bereits durch weniger drastische Symptome bemerkbar. Dazu zählen unter anderem brüchige Nägel, trockene Augen und trockene Haut sowie verschlechterte Wundheilung, ständiger Durchfall oder anhaltende Müdigkeit. Derartige Anzeichen sollten als Alarmsignale begriffen werden. So deuten beispielsweise eingerissene Mundwinkel auf fehlendes Vitamin B2 hin, trockene Augen auf zu wenig Provitamin A, die Zunahme von Knochenbrüchen auf einen Vitamin D-Mangel. 

Auch Schmerzen an den Nerven können, neuesten Erkenntnissen zufolge, durch einen Vitaminmangel ausgelöst werden. Vor allem bei zu geringer Versorgung mit Vitaminen aus dem sogenannten B-Komplex – also beispielsweise Vitamin B1, B2 oder B12 – sind neuropathische Schmerzen eine häufige Folge.

Die Symptome einer solchen Nervenstörung sind unter anderem:

  • lokales Brennen oder Kribbeln direkt unter der Haut
  • Sensibilitätsstörungen oder Taubheit in den Gliedmaßen
  • Gleichgewichtsprobleme
  • gestörtes Temperatur- und Schmerzempfinden
  • Muskelschwäche

Verursacht werden die Schmerzen dadurch, dass aufgrund des Vitaminmangels die Schutzhülle um einen Nerv beschädigt ist, die eigentlich dafür zuständig ist, diesen Nerv zu isolieren.

Vorgehen bei Vitaminmangel

Bei dem Verdacht auf einen Vitaminmangel sollte schnell gehandelt werden. Vor allem, wenn undefinierbare Nervenschmerzen ins Spiel kommen, ist ein Besuch bei einem Facharzt unbedingt empfehlenswert. Ansonsten nämlich riskieren Betroffene, dass die Situation chronisch wird und der Körper ein sogenanntes Schmerzgedächtnis entwickelt. Dadurch werden Schmerzimpulse als sehr viel stärker wahrgenommen als vorher und selbst kleinste Berührungen können bereits schmerzhaft wirken. Einem Vitamin B-Mangel lässt sich am besten mit medikamentöser Behandlung begegnen, in besonders schweren Fällen werden auch Infusionen oder Injektionen eingesetzt. Neben der Mangelerscheinung behandeln viele Ärzte auch die Schmerzempfindungen – durch krampflösende Schmerzmedikamente.

Fazit: Vitaminmangel kann auch in unseren Breiten zum ernsten Problem werden. Deshalb sollten schon die ersten Anzeichen erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Symptome sind dabei vielfältig – sie reichen von Sehstörungen über Hautprobleme bis hin zu Nervenschmerzen.

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