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Bei Fructoseintoleranz muss man nicht auf alles verzichten, aber gewisse Ernährungsregeln einhalten.

Bei Fructoseintoleranz muss man nicht auf alles verzichten, aber gewisse Ernährungsregeln einhalten.    iStockphoto.com/Liv Friis-Larsen

Erstellt am 1. Juni 2015

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Ernährungsumstellung: Tipps bei Fruktoseintoleranz

30 Prozent der Deutschen leiden an intestinaler Fruktoseintoleranz. Bei ihnen wirken schon kleinste Mengen an Fruchtzucker abführend. MEINE VITALITÄT gibt Betroffenen Tipps, was sie trotzdem essen können und wie sie ihre Ernährung umstellen.

Intestinale Fruktoseintoleranz lässt sich beim Arzt testen, ist bislang aber nicht heilbar. Eine fruktosearme Ernährung ist die einzige Möglichkeit für ein beschwerdefreies Leben.

Spargel, Spinat und Kaffee sind erlaubt

Geeignete Lebensmittel sind: Getreideprodukte, Milchprodukte ohne Früchtezusatz, Gemüsesorten wie Erbsen, Chicorée, Spinat, Spargel, Blumenkohl, Pilze, Feldsalat, Blattsalate, Mangold, Radieschen, Gurken, Spargel, Avocados und Rhabarber. Außerdem Nüsse (außer Erdnüsse), Fleisch, Geflügel, Eier, Fisch, Wasser, Kaffee und Tee (schwarz, grün, Kräuter).

Obst, Honig und Früchtetees sind verboten

Diese Produkte enthalten zu viel Fruktose und sollten deshalb gemieden werden:
Alle Obstarten, Trockenfrüchte und Fruchtsäfte, inklusive aller Produkte aus Obst, wie Konfitüre, Obstkompott oder Rote Grütze.
Meiden Sie auch Gemüsearten mit einem Fruktosegehalt über einem Gramm pro 100 Gramm, zum Beispiel Möhren, Rüben, Artischocken, Auberginen, grüne Bohnen, Kürbis, Paprika oder Tomaten, ebenso Wein, Sekt, Bier, Früchtetees.
Achten Sie auch auf die Packungsbeilage von Produkten. Sie können Zuckeraustauschstoffe enthalten, die für Sie gefährlich werden könnten. Dazu zählen: Sorbit (E 420) Mannit (E 421) Isomalt (E 953) Maltit (E 965) und Xylit (E 967).

Traubenzucker statt Traubensaft

Als Zuckerersatz können in Maßen folgende Süßungsmittel eingesetzt werden:
Glukose (Traubenzucker, Dextrose): In Einzelfällen kann der gleichzeitige Verzehr von Traubenzucker die Verträglichkeit von fruktosehaltigen Lebensmitteln positiv beeinflussen.
Zucker (Saccharose): Besteht aus einem Molekül Fruchtzucker und einem Molekül Traubenzucker. Da Traubenzucker die Aufnahme von Fruchtzucker erleichtert, wird normaler Haushaltszucker häufig gut vertragen.
Malz oder Malzsirup: Der Malzzucker (Maltose), aus Gerste, Mais, Weizen oder Reis gewonnenen, besteht ausschließlich aus Glukose.
Milchzucker: Dieser Zweifachzucker besteht aus Glukose und Galaktose.
Süßstoffe: In Maßen sind die Süßstoffe Acesulfam (E 950), Aspartam (E 951), Cyclamat (E 952), Saccharin (E 954) verträglich.

Fazit: Intestinale Fruktoseintoleranz ist nicht heilbar. Sie sollten ein Leben lang auf Ihre Ernährung achten und sich einschränken. Das heißt aber nicht, dass Sie auf Genuss verzichten müssen.

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