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„Iss schön dein Gemüse auf, davon wirst du groß und stark“: Diesen Satz hat jedes Kind schon mindestens einmal in seinem Leben gehört. Auch wenn der Nachwuchs davon überzeugt ist, dass ihm seine Eltern nur einen Bären aufbinden, damit er seinen Teller leer isst, so steckt doch viel Wahrheit in diesem Satz. Allerdings nur, wenn man Gemüse richtig zubereitet. MEINE VITALITÄT erklärt Ihnen, welche Rolle dabei der Herd spielt.

Wenn Gemüse erhitzt wird, schwinden seine Nährstoffe. Dabei spielt es keine Rolle, ob es gekocht oder geschmort, gedämpft oder gedünstet, blanchiert oder gegrillt wird. Umso wichtiger ist deshalb die Garmethode. „Je kürzer die Garzeit, desto mehr Nährstoffe bleiben erhalten“, klärt Angelika Karl, Ernährungswissenschaftlerin aus München, auf. Als Faustregel kann man sich deshalb merken: Je weicher das Gemüse ist, desto schneller wird es gar. Sprich Zucchini, Auberginen und Tomaten sind schon nach wenigen Minuten gar, andere Sorten wie Brokkoli, Karotten oder Kohlrabi brauchen etwas länger. Trotzdem gilt für alle Gemüsearten, dass sie mehr Nährstoffe enthalten, wenn sie noch bissfest sind. Kocht man sie so lange, bis man sie mit der Zunge zerdrücken kann, sind alle gesunden Vitamine und Inhaltsstoffe zerstört. Damit Gemüse – wie von den Eltern versprochen – das Wachstum von Kindern unterstützt, darf es also nur schonend zubereitet werden. Am besten geht das auf einem Gasherd.

Gemüse schonend zubereiten

Viele Gemüsesorten kann man auch roh essen. Manche schmecken allerdings besser und sind bekömmlicher für den Magen, wenn man sie kocht. Bereitet man das Gemüse auf einem Elektroherd zu, hat man ein großes Problem: die einzelnen Herdplatten heizen nach, selbst wenn diese runtergedreht werden oder ausgeschaltet sind. Möchte man Gemüse zuerst unter großer, danach aber unter kleiner Hitzezugabe schonend zubereiten, brauchen die Platten oft so lange, bis sie die gewünschte Temperatur erreicht haben, damit das Gemüse zu lange gegart wird.

Besser garen und Kosten sparen: mit Gas statt Strom

Nutzt man hingegen einen Gasherd, kann man die Temperaturen innerhalb von Sekunden regulieren. Dadurch bleibt das Gemüse bissfest und verkocht nicht. Hinzu kommt die Kostenersparnis, die man nicht außer Acht lassen sollte: eine Kilowattstunde Strom kostet rund dreimal so viel wie eine Kilowattstunde Gas. Der preiswerte Betrieb ist ein großer Vorteil, wenn man oft und gerne kocht.