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Grünkohlessen bedeutet Tradition und Genuss.

Grünkohlessen bedeutet Tradition und Genuss.    123rf.com/Peerawat Suesubanand

Erstellt am 3. Februar 2015

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Grünkohl: Die Oldenburger Palme

Dieses Wintergemüse ist nicht nur ein echte norddeutsche Spezialität, an vielen Orten ist das alljährliche Grünkohlessen sogar eine gesellschaftliche Tradition. So wurde beispielsweise in Bremen bereits 1545 das Grünkohlessen öffentlich zelebriert. Doch zur Tradition gehört genauso auch immer der Genuss. Wie Sie Grünkohl richtig ernten, zubereiten und ganz nach Tradition genießen, verrät Ihnen MEINE VITALITÄT.

Ähnlich wie Rosenkohl, gehört auch Grünkohl zum Wintergemüse und zu den Blattkohlen, die am besten nach dem ersten Bodenfrost geerntet werden. Erst dann erhält der Grünkohl sein feines Aroma. Durch den Frost wird ein Teil der Kohlenhydrate in der lockeren Blattstruktur zu Zucker umgebaut. Dabei verdoppelt sich der Zuckergehalt nahezu, was dem Grünkohl seinen angenehm würzigen und süßlich-herben Geschmack verleiht.

Der Liebling des Nordens

Seinen Ursprung hat der Grünkohl im östlichen Mittelmeer. Heute sind seine typischen Anbaugebiete in Nordwesteuropa bis Westeuropa zu finden, aber auch in Nordamerika sowie in Ost- und Westafrika. In Deutschland wird er vor allem im Norden angebaut. Die Städte Bremen und Oldenburg sind für ihre Grünkohlspezialitäten berühmt, weshalb er dort auch liebevoll Oldenburger Palme genannt wird.

Stärkung für die Abwehrkräfte

Grünkohl verfügt über eine hohen Anteil an Eiweiß sowie viele wertvolle Mineralien wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Zudem ist er reich an bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffen, den so genannten Karotiden und enthält eine gehörige Portion Vitamin C. Eine ideale Stärkung für unsere Abwehrkräfte!

Ganz nach Tradition

Frischer Grünkohl ist besonders zu empfehlen, aber auch eingefrostet lässt er sich schmackhaft zubereiten. Zudem kann er gefroren über lange Zeit aufbewahrt werden und behält trotzdem seinen Geschmack. Üblicherweise gibt es Grünkohl vor allem als Beilage zu Gans oder Ente, Würstchen, Bauchspeck, geräuchertem Fisch oder Kartoffeln. Pinkel beispielsweise ist die typische Grünkohlwurst, die in Norddeutschland speziell für den Grünkohl erfunden wurde. Gleichzeitig schmeckt Grünkohl aber auch in Gemüselasagne, Aufläufen, als Suppe oder in Kombination mit frischen Orangen.

Das Grünkohl-Grundrezept

Zu Schweinebacke, Bauchspeck oder Kasseler schmeckt frisch zubereiteter Grünkohl am besten. Dafür muss der Kohl zunächst gründlich gewaschen werden. Anschließend durch den Fleischwolf drehen und zerkleinern. In vierzig Gramm Schmalz gehackte Zwiebel andünsten,  Grünkohl hinzufügen und mit Brühe aufgießen. Mit weißem Pfeffer, etwas Salz und Muskat würzen und etwa eine halbe Stunde kochen. Währenddessen das Fleisch mit Wasser ansetzen und dünsten. Sobald es weich genug ist, in Streifen oder Würfel schneiden und zum Kohl hinzufügen. Nochmals alles etwa eine Stunde köcheln lassen und vor dem Sevieren erneut kurz abschmecken.

Eine Rezeptidee von MEINE VITALITÄT:

Rosenkohl mit Aprikosen und Lammspieß

Weitere Informationen zu Grünkohl von MEINE VITALITÄT:

Grünkohl und Rosenkohl: Reichhaltig und lecker

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