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Topinambur: Eine tolle Knolle

Topinambur: Eine tolle Knolle    iStockphoto.com/Mona Makela

Erstellt am 2. Februar 2011

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Topinambur: Tolle Knolle mit Sonnenblumengen

Die Knolle mit dem seltsam klingenden Namen wird oft mit der Kartoffel oder der Artischocke verglichen. Dabei ist Topinambur eigentlich mit der Sonnenblume verwandt. MEINE VITALITÄT zeigt Ihnen, was die Knolle so besonders macht.

Erdartischocke, Ewigkeitskartoffel oder Indianerknolle – die Bezeichnung der Topinambur sind vielfältig. Und genauso vielfältig ist die Knolle selbst.

Topina-was?

Zugegeben, sie gehört nicht zu den Berühmtheiten in Gemüseregal. Und ihr Name geht einem auch nicht so leicht über die Lippen. Selbst wenn man also im Supermarkt seines Vertrauens nach Topinambur fragen will, endet es meistens so oder so ähnlich: „Haben Sie heute Topina…Tompinu…Timpuna…ach, ich nehm Kartoffeln!“
Dabei ist es durchaus lohnenswert, sich den Namen mit Zungenbrechercharme zu merken. Die aus Nordamerika stammende Topinambur ist nämlich ein leckeres Pflänzchen. Die Bezeichnungen „Erdartischocke“ und „Ewigkeitskartoffeln“ beziehen sich auf die geschmacklichen und optischen Ähnlichkeiten zu den beiden Gemüsesorten. „Indianerknolle“ wird sie genannt, weil die Topinambur von einem indianischen Stamm stammt – den Topinambus. Vor Jahrhunderten wurde sie von den Topinambus schon als Gemüse genutzt. Im 17. Jahrhundert fand sie dann über Frankreich ihren Weg nach Europa, wo sie jedoch von der Kartoffel verdrängt wurde.

Von der Beilage zur Delikatesse

Ursprünglich hatte die Topinambur also Durchaus das Zeug zum Grundnahrungsmittel. Die große Beliebtheit der Kartoffel verdrängte die Topinambur jedoch völlig. So entwickelte sie sich zu einer Rarität und gilt heute fast schon als Delikatesse.
Roh, in einen Salat geraspelt, gibt sie diesem eine leicht süßliche und nussige Note. Gekocht mit etwas Zitronensaft verliert sie die Süße und nimmt eher den Geschmack einer Artischocke an. Topinambur kann als Beilage dienen oder ähnlich wie eine Kartoffel verwendet werden. Sie sollte jedoch rasch verarbeitet werden, da sie ebenfalls in Verbindung mit Sauerstoff dazu neigt, schnell dunkel zu werden.

Gesunde Knolle

Durch die Wiederentdeckung des in der Topinambur enthaltenen wertvollen Ballaststoffes Inulin macht sich die Knolle zusätzlich beliebt. Inulin beeinflusst die Darmflora und damit die Verdauung positiv. Zudem ist es für Diabetiker perfekt geeignet, da es den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen lässt. Außerdem verfügt die Knolle über viel Kalium, Eisen und Vitamin B. Doch Vorsicht: Zuviel Topinambur kann auch unangenehm werden: dann wirkt das Inulin nämlich abführend.

Eine Rezeptidee von MEINE VITALITÄT:

Warmer Tompinambursalat

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