ERNÄHRUNG WARENKUNDE MILCHPRODUKTE

Frisch und lecker: Joghurt schmeckt, ob pur oder mit Früchten

Frisch und lecker: Joghurt schmeckt, ob pur oder mit Früchten    iStockphoto.com/larry-ratt

Erstellt am 1. September 2015

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Joghurt: Der Frischekick hat den Dreh raus

Was sind eigentlich rechtsdrehende Milchsäuren und wie kommen sie in den Joghurt? Und gibt es auch linksdrehende? MEINE VITALITÄT erklärt Ihnen was sich warum im Joghurt dreht.

Die Information „reich an gesunden rechtsdrehenden Milchsäuren“ findet sich auf fast jeder Joghurtverpackung. Doch was bedeutet sie eigentlich. Und wenn es linksdrehende Säuren gibt, sind diese dann besonders ungesund? Die Antwort: Ja! Und: Nein

Herstellung von Joghurt

Die Herstellung von Joghurt läuft industriell. Dafür wird Milch mit so genannten Laktobakterien versetzt. Das sind kleine Mikroorganismen, die den Milchzucker (Laktose) in Milchsäure (Laktat) umwandeln. Dabei entsteht sowohl die bekannte rechtsdrehende als auch linksdrehende Milchsäure. Beide zusammen machen die Milch sauer und dick, sodass Joghurt entsteht.
Der starke Eigengeschmack der Milchsäure verleiht dem Joghurt seine typische Frische und sorgt außerdem für eine Konservierung des Joghurts. Dem Körper wird das für den Knochenaufbau so wichtige und in der Milch enthaltene Kalzium besser verfügbar gemacht, zudem unterstützt die Milchsäure die Verdauung.

Die Milchsäuren des Joghurts

Worin aber unterscheiden sich jetzt die beiden Milchsäuren? Die links- und die rechtsdrehenden Milchsäuren verhalten sich zueinander wie die linke und die rechte Hand. Beide Säuren sind nämlcih in ihrem Grundaufbau identisch, allerdings spiegelsymmetrisch. Die rechtsdrehende Milchsäure ist dem menschlichen Organismus bereits aus körpereigener Produktion bekannt. Sie wird bei intensiver körperlicher Aktivität in den Muskelzellen gebildet. Die linksdrehende Milchsäure hingegen wird nur über die Nahrung aufgenommen, ist dem Körper somit erst einmal fremd und wird auf Grund fehlender Enzyme nur langsam abgebaut. Dadurch bleibt sie länger im Organismus. Während dessen wird die rechtsdrehende Milchsäure auf Grund des natürlichen Vorkommens vom Körper schnell abgebaut und gut verwertet.

Fazit: Genießen Sie Ihren Joghurt auch wenn ihm die Verpackungsinformation zu den rechtsdrehenden Säuren fehlt. Denn bei gesunden Menschen findet entgegen früherer Annahmen keinerlei Übersäuerung des Blutes statt. Der Körper verfügt über so hervorragende Abfangmechanismen, die eine Übersäuerung verhindern – egal, wie sich die Säuren drehen!

Rezeptideen mit Joghurt:

Peperonata mit knusprigen Polentascheiben und Joghurt-Dip

Karotten-Joghurt-Tarte mit Orangen

NEWSLETTER

Ab und zu einen Tipp?

MEINE VITALITÄT GANZ NAH

MILCHPRODUKTE FEED

MEINE ALTERSGRUPPE