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Felder voll rosenförmiger Kohlköpfe.

Felder voll rosenförmiger Kohlköpfe.Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse

Erstellt am 1. November 2018

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Wirsing: Macht immer eine gute Figur!

Wirsing ist eine der ältesten Kohlsorten der Welt. Ursprünglich kam er aus dem Mittelmeerraum – daher auch sein französischer Name „chou de Milan“. Die Deutschen lieben die krausen Kohlblätter vor allem für Rouladen. Lange wurde der Wirsing für ein Armeleuteessen gehalten, doch längst haben Feinschmeckerküchen seine Qualitäten erkannt. MEINE VITALITÄT stellt Ihnen die nobelste aller Kohlsorten vor.

Krauser Kopf

Wirsing wurde aus dem ursprünglichen Wildkohl gezüchtet. Er wird auch Welschkohl, Welschkraut oder Wirz genannt. Charakteristisch sind die krausen Blattränder und seine musterartig verzweigten Blattadern. Durch die gewellte Struktur liegen die einzelnen Schichten der Blätter deutlich lockerer übereinander als bei anderen Kohlsorten und formen rosenförmige Köpfe. Je nach Kulturzeit sind seine Blätter gelb bis grünblau. Sein besonderes Aussehen macht ihn zum Highlight für Salate oder auch als Buffetdekoration.

Zubereitung

Gekocht oder blanchiert schmeckt Wirsing am besten. Dann bekommt er einen würzigen, fein nussigen Geschmack. Von einem Kohlkopf kann alles verwendet werden, bis auf den Strunk und die äußeren Blätter, die weniger bekömmlich sind. Wirsing sollte man immer ohne Deckel kochen. Andernfalls wird er bitter und verliert seinen feinen Kohlgeschmack.

Verschiedene Sorten zu jeder Jahreszeit

Wirsing wird das ganze Jahr über angebaut. Zu verschiedenen Jahreszeiten gibt es unterschiedliche Sorten. Vor allem anhand der Wellung der Blätter und der Farbe kann man sie unterscheiden, aber auch im Geschmack heben sie sich voneinander ab.

Der gekrauste Frühwirsing hat einen kleineren, fast blütenförmig geöffneten Kopf und zarte Blätter. Im Inneren sind sie hellgrün. Sein Geschmack ist milder als andere Sorten.

Der grünviolette Wirsing ist eine Variante des Frühwirsings, die jedoch sehr selten vorkommt. Sie stammt meist aus den Anbaugebieten um das italienische Verona.

Der Sommer-Wirsing hat einen lockeren Kopf und sehr große zarte Blätter, die kaum gekraust sind.

Der Herbstwirsing hat einen geschlossenen, rund bis spitzen Kopf. Er ist leicht zu erkennen an den dicken, stark gewellten Blättern und seiner kräftig grünen Farbe. Diese Spätsorten haben einen sehr aromatischen, intensiven Kohlgeschmack.

Gesunder Sattmacher

Kohl enthält sehr viele Nährstoffe und dabei nur 25 Kalorien pro hundert Gramm. Ein gesunder Sattmacher und ideal, um Kalorien zu sparen. Wirsing versorgt den Körper mit allen Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem enthält er reichlich Vitamin C. Mit hundert Gramm rohem Wirsing kann ein Erwachsener seinen gesamten Tagesbedarf decken. Darüber hinaus enthält Wirsing das Provitamin A, was gut für den Sehsinn ist, sowie die Vitamine E, B und K. Außerdem gilt der Wirsing als sehr guter Kalzium- und Magnesiumlieferant. Besonders interessant für Schwangere ist auch der hohe Anteil an Folsäure und Eisen, denn Folsäure spielt eine wichtige Rolle in der Zellteilung und Zellbildung. Indes fördert Eisen den Transport von Sauerstoff im Blut. Tatsächlich enthält Wirsing sogar doppelt so viel Eiweiß, Eisen und Phosphor wie Weiß- oder Rotkohl.

Richtige Lagerung

Wenn Wirsing richtig gelagert wird, kann grüner Wirsing mehrere Tage und gelber sogar bis zu mehreren Wochen frisch bleiben. Am besten bewahrt man ihn immer kühl und trocken im Gemüsefach auf. Er sollte aber nicht zusammen mit Äpfeln und Tomaten gelagert werden. Wenn man ihn tiefgekühlt aufbewahrt, muss er vorher geschnitten und kurz in Salzwasser blanchiert werden. So hat man den gesamten Winter leckeren Kohl!

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