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Markanter Wintertyp mit romantischer Ader.

Markanter Wintertyp mit romantischer Ader.    iStockphoto.com/Michael Zimberov

Erstellt am 31. Januar 2011

Frank Schairer

von Frank Schairer

Freier Journalist
Schwerpunkt: Bewegung, Ausdauersport, Sport allgemein, Reisen und Aktivurlaub

Romantische Reise: Urlaub in der Schwäbischen Alb

Im deutschen Mittelgebirge gibt es für Wanderer viel zu entdecken. Ein Geheimtip ist die Schwäbische Alb. In unmittelbarer Nachbarschaft zum bekannteren Schwarzwald erwarten hier die Wanderer romantische Burgen und Schlösser, Berge und Wälder in einer geschichtsträchtigen Landschaft.

Die Schwäbische Alb – vor Jahrmillionen aus dem Jurameer emporgestiegen, bizarr gegliedert und sanft gewellt, erstreckt sich als markantes Mittelgebirge auf zirka 200 Kilometer Länge und 50 Kilometer Breite quer durch Baden-Württemberg, vom westlichen Bodensee hinauf bis ins Nördlinger Ries an der württembergisch-bayerischen Grenze. Eine alte Disziplin wächst sich hier wie anderswo aktuell zu einem Trend aus: Schneeschuhwandern. Mit dem Hilfsmittel Schneeschuh lassen sich vielerorts abwechslungsreiche Touren meistern – von der Wanderung im Flachen bis hin zum Erklimmen von Gipfeln.

Schneeschuhwandern im Zollernalbkreis

Im Süddeutschen Albstadt hat man sich auf diesen Trend eingestellt. In regelmäßigen Abständen werden Touren für Interessierte angeboten. Gerade im Winter entfaltet die Albstädter Landschaft ihren ganz besonderen Reiz. Behilflich sind dabei die Alb-Guides. Sie sind ausgebildete Natur- und Landschaftsführer und gehören einem Arbeitskreis der NABU-Gruppe Albstadt an. Insgesamt werden 50 geführte, themenbezogene Touren angeboten, zum Beispiel eine dreistündige Tour mit Schneeschuhen unter dem Motto „Spuren gehen, Spuren sehen“. Das einzige, was bei der Ausrüstung zu beachten ist, sind gute, feste Winterschuhe. Die festzuschnallenden Schneeschuhe inklusive der Stöcke können gegen 10 Euro ausgeliehen werden. Ob mit oder ohne Schneeschuhe – Winterwanderer durchqueren im Zollernalbkreis tiefe Täler und winterliche Wälder und gelangen auf weite Albhochflächen mit traumhaften Ausblicken, etwa auf die Burg Hohenzollern nahe Hechingen. Ein Panoramablick auf die Burg bietet sich vom Raichberg, einem der höchst gelegenen Punkte Albstadts.

Fossilien und Heilquellen

Der Raichberg ist mit 956 Höhenmetern eine markante Erhebung und ein Teil des Albtraufs der südwestlichen Schwäbischen Alb. Auf dem Gipfel des Raichbergs befinden sich das Wanderheim „Nägelehaus“ und der Raichbergturm, ein Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins. Der Aussichtsturm bietet einen Rundblick, bei entsprechendem Wetter bis zum Schwarzwald und zu den Alpen. Ein fast dreihundert Meter tiefer gelegener Sattel verbindet den Raichberg mit der vorgelagerten Burg Hohenzollern. Das Zeller Horn an der Spitze und der Backofenfelsen an der Nordkante des Hochplateaus geben den Blick auf die beeindruckende Burg frei. Die Region hat zudem einen einzigartigen geologischen Stellenwert. Hier wird Geologie zum natürlichen, fassbaren und erlebbaren Abenteuer. Fossilien und weitere Zeugnisse der Erdgeschichte finden sich überall. Zudem sprudeln Heilquellen aus den Tiefen der Erde. Zu den bekanntesten Kurorten zählt Bad Urach. Hier kann man auch eine neue Generation des Erlebniswanderns genießen. Vom GPS instruiert, führen elf ausgewählte Touren entlang der malerischen Albtraufkante vorbei an Burgruinen und Wasserfällen. GPS-Geräte können bei der Touristeninformation für sieben Euro am Tag ausgeliehen werden. Jede Tour ist genau beschrieben mit Weglänge, Höhendifferenz, Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten.

Fazit: Höhenzüge, die bis zu tausend Meter heranreichen, sanfte Bergrücken, Hügel und Kuppen geben dem Mittelgebirge ihr unverwechselbares Landschaftsbild. Naturliebhaber schätzen die Stille und Schönheit dieser ausgedehnten, unverbrauchten und erholsamen Landschaft, die der deutsche Dichter Eduard Mörike als „wildes Paradies“ beschrieb.

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Weitere Informationen:

Touristen-Information der Stadt Albstadt:

www.albstadt.de


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