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Rasante Fahrt: Rafting ist nichts für schwache Nerven

Rasante Fahrt: Rafting ist nichts für schwache NervenÖsterreich Werbung/Markowitsch

Erstellt am 8. August 2011

Peggy Kiesow

von Peggy Kiesow

Online-Redakteurin
Schwerpunkt: Bewegung, Reisen

Urlaub im Ötztal: Bergidylle und Abenteuer pur

Ob Klettern, Wandern, Radfahren oder Wassersport - im Ötztal ist für jeden Urlauber etwas dabei. Wer auf der Suche nach einem Erlebnisurlaub mit dem besonderen Kick ist, für den lohnt sich ein Ausflug dorthin allemal.

Die hohen Berge und Gletscher des Ötztals mit ihren tiefen Sturzlandschaften und Flüssen mit verschiedenen Wildwasserstufen laden zum Canyoning, Rafting und einer Vielzahl anderer Outdoor-Sportarten ein und machen den Urlaub zu einem ganz besonderen Erlebnis. Das für Wintersport beliebte Ötztal hat auch im Sommer für Aktivurlauber jede Menge zu bieten. Wir haben es ausprobiert und alles angepackt, was wir in drei Tagen bewältigen konnten.

Klettersteig am Stuibenfall

Am Freitagnachmittag sind wir im Ötztal angekommen. Ötzi, die bekannteste Gletschermumie der Welt, wurde hier 1991 gefunden und nach dem Tal benannt. Das Ötztal ist 65km lang und trennt die Stubaier Alpen von den Ötztaler Alpen. Mit dem Auto oder dem Zug (Bahnhof Haiming) ist es gut zu erreichen, ebenso mit dem Flugzeug (Flughafen Innsbruck).
Auf der Raftingalm begrüßt uns unser Veranstalter Hans von der Sportschule Fankhauser und gibt uns einen kleinen Überblick über die Aktivitäten, die das Ötztal für ein langes Wochenende zu bieten hat. Von einer erstaunlichen Anzahl an Auswahlmöglichkeiten entscheiden wir uns zunächst für einen Klettersteig. Bei herrlichem Sonnenschein ist das genau der richtige Einstieg in ein abenteuerliches Wochenende. Der Klettersteig am Stuibenfall führt uns zunächst über eine kleine Schlucht und danach direkt heran ans Bergmassiv. Hier gilt es, Steilwände zu erklimmen und den Wasserfall zu überqueren, der dem Klettersteig seinen Namen gibt. Auf 1031 Meter erreichen wir den höchsten Punkt des Steiges und genießen den wunderbaren Ausblick ins Tal.

Imster Schlucht

Tag zwei beginnt schon in aller Frühe mit einem ausgiebigen Frühstück als Stärkung für den bevorstehenden Tag. Als erstes steht Rafting auf unserem Programm. Ausgestattet mit Neoprenanzug, Helm und Paddel fährt uns Hans, zusammen mit unseren Guides, die Imster Schlucht hinauf. Auf der Fahrt erhaschen wir schon einen kleinen Eindruck von den Stromschnellen, die uns auf unserer Fahrt zurück erwarten. Etwa drei Rafting-Stunden von unserer Unterkunft entfernt werden die Boote ins Wasser gesetzt und der Spaß kann beginnen. Kreuz und quer durch die Stromschnellen stürzen wir uns in riesige Wellen. Unsere Guides sorgen auf den ruhigeren Abschnitten immer wieder für Trubel: Wasserschlachten und Klippen- und Brückensprünge - eine Einstimmung für das am nächsten Tag geplante Canyoning.

Klettersteig am Lehner Wasserfall

Nach einem kleinen Mittagsschläfchen geht es an diesem Tag noch in die zweite Runde. Ein weiterer Klettersteig und auch der Hochseilklettergarten wollen erkundet werden. Der Klettersteig am Lehner Wasserfall ist eine etwas größere Herausforderung als der am Stoibenfall. Auch hier geht es kreuz und quer über die Schlucht und über den Wasserfall hinweg. Am Ende des Steigs können wir uns an einer Milchstation mit einem Becher frische Alpenmilch wieder stärken. Der Hochseilgarten auf dem Gelände der Raftingalm hingegen ist etwas für Leute, die sich ans Klettern erst einmal herantasten wollen.

Canyoning im Tal der Auer Klamm

Der dritte Tag hält für uns alle etwas ganz Neues bereit: Canyoning. Die neue Trendsportart ist eine Mischung aus Wandern, Schwimmen, Springen, Klettern und Abseilen. Wieder schlüpfen wir in unsere Neoprenanzüge, doch diesmal auch in unsere Wanderschuhe und Klettergurte, zusätzlich sind wir noch mit einem Seil ausgerüstet. Die Tour startet hoch über dem Tal in der Auer Klamm. Hier geht es nicht mehr nur die Schlucht entlang, sondern direkt durch den Wasserstrom zurück ins Tal. Abenteuer pur und nichts für schwache Nerven. Um zurück ins Tal zu gelangen, seilen wir uns hier direkt im Wasserfall ab, natürliche Wasserrutschen und Sprünge in Wasserbecken aus vier bis 15 Metern Höhe müssen wir hier überwinden - der reinste Nervenkitzel.

Fazit: Nach drei Tagen im Ötztal sind unsere Körper und Nerven an ihren Grenzen, und trotzdem haben wir Lust auf mehr. Und es gibt für Outdoor- und Erlebnishungrige noch so viel mehr im Ötztal zu erleben: Von Mountainbiking über Kanutouren bis hin zu Hiking- und Trekkingtouren. Drei Tage im Ötztal sind einfach nicht genug.

Weitere Informationen:

Alle Angebote im Reisegebiet Ötztal finden Sie hier: www.oetztal.com

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