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Wassertreten ist die wohl bekannteste Kneipp-Anwendung.

Wassertreten ist die wohl bekannteste Kneipp-Anwendung.    istockphoto.com/kzenon

Erstellt am 1. Juli 2014

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Kneipp: Die Wirkung aus dem Wasser

Die natürliche Behandlung nach den Regeln von Sebastian Kneipp gibt es schon lange. Dennoch gilt sie bis heute als wegweisend für die moderne Naturheilkunde. Ein wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Kneipp-Medizin ist die sogenannte Hydrotherapie. MEINE VITALITÄT sagt Ihnen, wie Körper und Geist mit Hilfe der Wasserheilkunde nach Kneipp wieder in Einklang gebracht werden können.

Die Ganzheitlichkeit  der Kneipp-Therapie beruht auf den fünf Säulen Wassertherapie, Phytotherapie, Ernährung- und Bewegungsempfehlungen wie ausgleichender Entspannung, um die innere Balance wieder herzustellen. Diese fünf Pfeiler der Gesundheit behandeln die Lebensgewohnheiten des Menschen und seine natürliche Umwelt als untrennbare Einheit.  

Hydrotherapie – das Zentrum der Gesundheit

Die bekannteste Heilmethode nach Kneipp ist die Behandlung mit Wasser, die sogenannte Hydrotherapie. Darunter versteht man die Anwendungen mit warmem, aber vor allem auch mit kaltem Wasser. Die Wasserheilkunde bildet das Zentrum der Kneipp-Therapie und ist wirkungsvoll einsetzbar gegen eine Vielzahl von Beschwerden. Dabei ist die Behandlung nicht nur als Präventivmedizin anwendbar, sondern bildet auch die Basis für wirksame Kuren zur Linderung diverser Beschwerden und Erkrankungen wie Bronchitis.

Die Wirksamkeit der Anwendungen

Die Kneippschen Güsse, Wickel und Bäder sowie das Wassertreten sind Anwendungen, die weltweit bekannt sind und hoch geschätzt werden. Ihre Wirkung basiert auf der Stärkung der eigenen Selbstheilungskräfte des Körpers. Mit Hilfe kurzer Kaltwasseranwendungen werden über die Haut Reize an den Körper gesendet, welche die Durchblutung anregen und auf diese Weise den Kreislauf sowie die Abwehrkräfte aktivieren und den Stoffwechsel im Körper natürlich und sanft beleben. Auch das Nervensystem und die Venen werden durch regelmäßige kühle Güsse gestärkt.

Regeln für die richtige Anwendung

Neben kalten und warmen Güssen, Wickeln und Kräuterbädern gibt es bis zu 120 verschiedene Anwendungen in der Kneippschen Wasserheilkunde. Ihre einfache Anwendbarkeit ermöglicht die unkomplizierte Eigenbehandlung zuhause und im Alltag, um auf diese Weise einen dauerhaften und wohltuenden Effekt für die Gesundheit zu erzielen.

Eine wichtige Regel ist: Keine kalten Güsse auf kalter Haut. Wärmen Sie sich deshalb zuerst mit Hilfe warmer Kleidung oder leichter Bewegung auf. Auch die Raumtemperatur sollte angenehme 20 Grad betragen. Die kalten Güsse werden mit 5 bis 10 Grad kaltem Wasser durchgeführt mit Bewegungen, die immer zur Körpermitte hinführen. Ein einzelner Durchlauf sollte nur auf einige Sekunden und maximal auf eine Minute ausgedehnt werden.

Um die Anwendungen auch als Auszeit vom Alltag genießen zu können, sollte man sich bewusst ausreichend Zeit für die Wechselbäder und kalten Güsse nehmen. Gerade im Anschluss an eine Anwendung sollte man sich in jedem Fall eine halbe Stunde Zeit gönnen, um sich entspannt hinzulegen. Zudem sollte zwischen der letzten Mahlzeit vor einer Kneipp-Anwendung mindestens eine Stunde liegen.

Abgehärtet gegen Erkrankungen

Die bekannteste Anwendung ist das klassische Wassertreten. Wer sich regelmäßig mit Füßen und Waden in kaltes Wasser wagt, ist dauerhaft abgehärtet und reaktiviert zudem den Stoffwechsel. Das stärkt das Immunsystem und schützt vor Krankheiten wie auch Infekten. Zudem hat das Wasser- oder auch Tautreten viele weitere positive Effekte auf Körper und Seele. So hilft es gegen Stress und nervöse Beschwerden, Schlafstörungen und Wetterfühligkeit.

Sollte sich doch einmal eine Erkältung ankündigen, helfen sogenannte ansteigende Fußbäder, welche die Durchblutung erhöhen und durch vegetative Reize das Immunsystem aktivieren. Dazu wird ein Fußbad mit 37 Grad warmem Wasser gefüllt, sodass Füße und Knöchel bedeckt sind. Im Anschluss wird die Wanne mit heißem Wasser aufgefüllt, bis das Wasser eine Temperatur von etwa 40 Grad erreicht hat. Nach etwa einer viertel Stunde im Fußbad ist es wichtig, die Füße sorgfältig zu trocknen und warme Socken anzuziehen.

Den Körper in Schwung bringen

Wer morgens nur schwer aus den Federn kommt, den bringt ein kalter Guss im Anschluss an die morgendliche warme Dusche auf Trab. Ein paar Sekunden oder maximal eine Minute genügen schon für den Blitzguss und bringen Körper und Geist schnell in Schwung. Unter Tag können außerdem kalte Arm- und Gesichtsgüsse gegen geistige Abgeschlagenheit und körperliche Erschöpfung helfen. Auch Kopfschmerzen können mit Hilfe eines erfrischenden Gesichtsgusses gelindert werden. Im Anschluss an die Anwendung wird das Wasser lediglich mit den Fingern leicht abgestreift und luftgetrocknet. Das intensiviert die Wirkung des kalten Gusses.

Fazit: Erfrischend und heilsam - die kalten Güsse der Kneipp-Medizin sind einfach zuhause anwendbar und beleben wirkungsvoll Körper und Geist, lindern Stress und schaffen schnelle Abhilfe bei Abgespanntheit im Alltag und für zwischendurch. 

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