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Allgemeinen Unzufriedenheit schürt den Wunsch nach Veränderung

Allgemeinen Unzufriedenheit schürt den Wunsch nach Veränderung    flickr/floffimedia

Erstellt am 24. Mai 2016

MEINE VITALITÄT Redaktion

von MEINE VITALITÄT Redaktion


Sabbatjahr – Endlich Zeit für mich

Das Sabbatjahr (auch Sabbatical genannt) ist ein zeitlich begrenzter Ausstieg aus dem Berufsleben. Dabei einigen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf ein Arbeitszeitmodell, das Letzterem einen Sonderurlaub gewährt. Über Lohnverzicht, den Aufbau von Plusstunden oder andere vorher festgelegte Bedingungen kann sich ein Angestellter so für einen längeren Zeitraum von der Arbeit freistellen lassen.

Sabbatjahr und Selbstfindung

Die Gründe für den Wunsch nach einem Sabbatical können ganz verschieden sein. Weiterbildungen und Reisen werden häufig genannt. Viele geben aber auch das Verlangen nach Motivation, Kreativität und Selbstfindung an. Oftmals rührt der Wunsch nach einer grundlegenden Veränderung auch von einer allgemeinen Unzufriedenheit her. Ein Anzeichen dafür ist, wenn man sich immer wieder diese oder ähnliche Fragen stellt:

  • Wer bin ich eigentlich?
  • Was will ich wirklich tun?
  • Warum mache ich das alles?
  • Was erwarte ich von meinem Leben?

Professionelle Berater, wie man sie beispielsweise auf questico.de findet, helfen dabei, sich solchen Fragen zu stellen und Antworten zu formulieren. Dabei geht es auch oft um das Thema "Loslassen", denn im gewohnten Alltag ist es nur schwer möglich, Antworten auf die wohl wichtigsten Fragen des Lebens zu finden. Das Sabbatjahr dient deshalb in erster Linie dazu, sich von Verpflichtungen zu trennen und die eigenen Bedürfnisse zumindest eine Zeit lang an erste Stelle zu setzen. Doch Vorsicht: Wer sich während des Sabbatjahres selbst finden und neue Motivation schöpfen will, der sollte die Zeit unbedingt produktiv nutzen. Neue Erfahrungen zu machen und sich von alten Gewohnheiten zu trennen, erfordert viel Eigeninitiative. Ob es eine Reise in ein fernes Land mit einer ganz anderen Kultur, das Pilgern auf dem Jakobsweg oder das Belegen eines Tanzkurses wird – wichtig ist, dass man aus dem Alltagstrott ausbricht.

Arbeitgeber überzeugen

Auf der Arbeitnehmerseite gibt es also viele gute Gründe, die für ein Sabbatjahr sprechen. Doch aus naheliegenden Gründen stehen die meisten Arbeitgeber diesem Wunsch sehr skeptisch gegenüber. Während Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst von Regelungen profitieren, die den Einstieg in ein Sabbatical erleichtern, sind Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft auf die eigene Überzeugungskraft angewiesen. Für das Gespräch mit dem Vorgesetzten sind Fingerspitzengefühl und Verhandlungsgeschick notwendig – vor allem in kleineren Betrieben, in denen noch nie jemand ein solches Arbeitszeitmodell angesprochen hat. Wichtig ist es, die positiven Aspekte für das Unternehmen herauszustellen:

  • Der Antragsteller kehrt voller Energie zurück und arbeitet noch motivierter.
  • Die freie Zeit wird zur beruflichen Weiterbildung genutzt. Davon profitiert auch das Unternehmen.
  • In auftragsarmen Zeiten kann auf eine Arbeitskraft verzichtet werden, was eine Kostenersparnis für das Unternehmen bedeutet.
  • Mit dem Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle präsentiert sich das Unternehmen als mitarbeiterorientiert und modern.

Die Argumente dürfen sich nach dem Sabbatical jedoch nicht als leere Versprechungen erweisen. Nutzen Sie die Zeit deshalb sinnvoll. 

Bildrechte: Flickr thoughtful Florian Lehmuth CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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