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Verschmähte Wurzel - Winter - Revival der kalorienarmen Schwarzwurzel

Verschmähte Wurzel - Winter - Revival der kalorienarmen Schwarzwurzel    iStockphoto.com/Frans Rombout

Erstellt am 2. Februar 2011

Martina Eisinger

von Martina Eisinger

Online-Redakteurin
Schwerpunkt: Ernährung

Schwarzwurzeln: Ein fast vergessenes Gemüse

Mindestens genauso lecker und gesund wie Spargel ist die Schwarzwurzel. Auch in Form und Zubereitung erinnert sie an Spargel. Als typisches Wintergemüse mit vielen Vitaminen und Mineralien stärkt sie uns von innen und ist zu Unrecht in Vergessenheit geraten.

Die Schwarzwurzel wird gerne auch als Winterspargel bezeichnet. Ihr Geschmack ist jedoch intensiver und nussartig. Zart gekocht und als Beilage zu Fleisch- oder Wildgerichten serviert, ist sie eine wirkliche Alternative zu Rotkohl, Brokkoli und Co. Die Schwarzwurzel harmoniert gut mit Möhren, Erbsen, Nüssen und Äpfeln. Besonders Eintöpfe, Suppen und Pürees bekommen durch sie eine feine Note. Auch roh im Salat ist sie ein Genuss. Ähnlich wie bei der Zubereitung von Möhren werden die Wurzeln gerieben, mit Zitronensaft beträufelt und mit Joghurt, frischer Petersilie und - je nach Geschmack - mit etwas Meerrettich abgeschmeckt.

Schwarzwurzel bietet Spargel Paroli

Viel selbstverständlicher als heutzutage kam der Winterspargel noch zu Großmutters Zeiten auf den Tisch. Fragen Sie Ihre eigene Oma danach. Er war wie Kohl, Möhren, Sellerie und Kohlrabi ein übliches Wintergemüse und dabei wesentlich preisgünstiger als der Spargel. Fast jedes Spargelrezept kann mit der Schwarzwurzel zubereitet werden. Sie können sich nicht vorstellen, dass aus den unansehnlichen, schwarzen Wurzeln ein wohlschmeckendes, weiß-zartes Gemüse wird? Überwinden Sie Ihre Scheu vor dem Milchsaft, der bei der Zubereitung austritt. Hier sind die Tricks fürs Schälen: 1. Tragen Sie Gummihandschuhe, denn der Milchsaft ist klebrig ist und kann die Hände verfärben. 2. Waschen Sie die Schwarzwurzeln, schaben Sie sie wie Möhren und legen Sie sie dann sofort in mit etwas Essig- oder Zitronenwasser, dass Sie zuvor mit etwas Mehl verquirlt haben. So laufen die Wurzeln nicht bräunlich an. Fügen Sie stets etwas Zitronensaft bei der Verarbeitung dazu. 3. Bürsten Sie die Wurzeln unter fließendem Wasser gründlich ab, dämpfen Sie sie in leichtem Salzwasser und ziehen Sie danach die Schale ab.

Gute Gründe für die Schwarzwurzel

Neben reichlich Eisen und den Mineralstoffen Kalium, Magnesium, Kalzium und Phosphor enthält die Schwarzwurzel Vitamin A, B1- B3, C und E. Der in ihr enthaltene Wirkstoff Allantoin findet in allerlei Salben Verwendung. Er hilft bei der Zellerneuerung, wirkt desinfizierend und beschleunigt die Wundheilung. Im dicken weißen Milchsaft stecken Bitterstoffe und Inulin. Inulin ist ein langkettiges Kohlenhydrat, ähnlich wie Stärke. Regelmäßig eingenommen, soll Inulin positiv auf die Darmflora wirken und in Folge dessen die Verdauung in Schwung bringen. Garten-Schwarzwurzeln gelten als harntreibend und werden deshalb auch in der Nierendiät empfohlen. Probieren Sie einmal aus, ob die Schwarzwurzel Ihnen Entspannung bringt und essen Sie sie abends.

Fazit: Es gibt viele Gründe diesem typischen Wintergemüse wieder mehr Beachtung zu schenken und die Schwarzwurzel auf den Speiseplan zu setzen. Kinder und Erwachsene schätzen die Zartheit und das feine Aroma. Die rundum gesunde Schwarzwurzel ist eine echte Alternative zu Möhren, Kohl und anderen Beilagen.

Eine Rezeptidee von MEINE VITALITÄT:

Schwarzwurzelsuppe

Weitere Informationen:

Leckere Rezepte hat Heide Haßkerl in ihrem Buch zusammengestellt:

„Alte Gemüsearten neu entdeckt: Schätze aus dem Bauerngarten“ (Leopold Stocker Verlag, 14,95 Euro)

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